Ein Teil der Testfahrten auf der Westbahn wurde mit 200 km/h durchgeführt.

Ein Teil der Testfahrten auf der Westbahn wurde mit 200 km/h durchgeführt. Fotos: PJM

Der digitale Messaufbau, ein eingeschränkter Fahrplan während der „Covid19-Wochen“ und das erfahrene PJM-Messtechnik Team sorgten für die rasche Durchführung der Zulassungstests auf der Westbahn.

Der digitale Messaufbau, ein eingeschränkter Fahrplan während der „Covid19-Wochen“ und das erfahrene PJM-Messtechnik Team sorgten für die rasche Durchführung der Zulassungstests auf der Westbahn.

INNOVATION BELT GRAZ: Mit 200 km/h auf der WESTBahn

Freitag, 24. Juli 2020

PJM beschleunigt die Testfahrten mit einem digitalen Messsystem

Die private Eisenbahn WESTBahn fährt im 2-Stunden-Takt von Wien über Linz nach Salzburg. Eingesetzt werden zurzeit die zweistöckigen Gliederzüge KISS von Stadler Rail. Künftig wird ein Teil der Flotte für die Deutsche Bahn in Betrieb sein. Für die erweiterte Zulassung für Deutschland wurde der Grazer System-Spezialist PJM mit den Typentests in den Bereichen Bremse und Akustik beauftragt.

Die Messfahrten fanden auf der Westbahnstrecke zwischen Ybbs an der Donau und Kleinmünchen statt. „Die Versuchsfahrten konnten in einem sehr knappen Zeitfenster erfolgreich durchgeführt werden“, erklärt Martin Joch, CEO von PJ Messtechnik GmbH. Drei Faktoren seien für die rasche Projektabwicklung ausschlaggebend gewesen:

  • Für die umfangreichen Testversuche zur Gleitschutzanlage des Fahrzeugs wurde die Zeitspanne der „Corona-Wochen“ im März optimal genutzt: Durch den eingeschränkten Fahrplan standen größere Zeitfenster für die Testfahrten zur Verfügung.
  • Die gesamte Messkette wurde weitgehend digitalisiert. „Die Vorteile des digitalen Mess-Systems liegen im reduzierten Verkabelungsaufwand und einer erhöhten Störsicherheit. In kurzer Zeit wurde ein verteilter Messaufbau mit 200 Sensoren realisiert“, führt Martin Joch aus.
  • Die langjährige Erfahrung und große Einsatzbereitschaft des Messtechnik-Teams von PJM.

Die statischen Standtests, dynamischen Bremsungen und Gleitschutzversuche wurden unter wechselnden Bedingungen durchgeführt, etwa mit verschiedenen Beschaffenheiten der Fahrbahn (trockene und nasse Gleisanlage) oder bei variierenden Fahrgeschwindigkeiten (von 80 bis zur maximalen Fahrzeuggeschwindigkeit von 200 km/h).