kleinLuzerner Sinfonieorchester c Ingo Hoehn

Mit der Spielzeit 2021/22 wird der erst 24-jährige Steirer Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und des dortigen Sinfonieorchesters. Er wird damit zum jüngsten Generalmusikdirektor – so nennt sich der Fachbegriff – Deutschlands. Man kann aber davon ausgehen, dass es in Europa keinen jüngeren Chefdirigenten als Patrick Hahn gibt. Foto: Ingo Hoehn / LSO

Seine Ausbildung machte er an der Musik-Uni Graz. 2013 maturierte er in Gleisdorf und heuer schaffte er bereits den „Master of Arts“ – im Orchester-Dirigieren und als Korrepetitor. Foto: Gerhard Donauer | C&G Pictures

Seine Ausbildung machte er an der Musik-Uni Graz. 2013 maturierte er in Gleisdorf und heuer schaffte er bereits den „Master of Arts“ – im Orchester-Dirigieren und als Korrepetitor. Foto: Gerhard Donauer | C&G Pictures

Am 7. und 9. August tritt Patrick Hahn in Laßnitzöhe auf: „Hahn singt Kreisler“ Foto: Ingo Hoehn / LSO

Am 7. und 9. August tritt Patrick Hahn in Laßnitzöhe auf: „Hahn singt Kreisler“ Foto: Ingo Hoehn / LSO

Jüngster Chefdirigent Europas

Freitag, 24. Juli 2020

Oststeirer Patrick Hahn, 24, macht gewaltigen Karrieresprung

Ein wenig Eigenlob muss sein. Bereits im Oktober 2017 titelte KLIPP ein Porträt über den gebürtigen Eggersdorfer Patrick Hahn folgendermaßen: „Der mit dem Musik-Gen – ein Ausnahmekünstler: der Steirer Patrick Hahn.“ Dass die „Bewertung“ zu Recht erfolgt ist, zeigt sich nun. Mit der Spielzeit 2021/22 wird der erst 24-jährige Steirer Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und des dortigen Sinfonieorchesters. Er wird damit zum jüngsten Generalmusikdirektor – so nennt sich der Fachbegriff – Deutschlands. Man kann aber davon ausgehen, dass es in Europa keinen jüngeren Chefdirigenten als Patrick Hahn gibt.

Es ist ein angenehmer zeitlicher Zufall, dass das ORF-Landesstudio Steiermark ein Film-Porträt über Patrick Hahn bringen wird. „Auftakt Patrick Hahn“ von Erwin Schwischay gibt es am 2. August als Beitrag im Österreich Bild zu sehen. Am 24. Oktober wird die Dokumentation in voller Länge auf 3SAT gebracht. Gestern gab es die „Vorpremiere“ im Dieselkino in Lannach, im Beisein des jungen Stardirigenten.

Patrick Hahn hinterließ bereits im Jänner dieses Jahres bei seinem Auftritt als Dirigent des Fünften Sinfoniekonzerts im Wuppertal mit dem dortigen Orchester einen phänomenalen Eindruck. Da die amtierende Generalmusikdirektorin ihren bestehenden Vertrag nicht verlängerte, wird diese Stelle ab der Spielzeit 2021 frei.

Auf die zu besetzende Stelle des rund 90 Mitglieder großen Orchesters haben sich rund 100 Dirigentinnen und Dirigenten aus dem In- und Ausland beworben. Nach einem dreistufigen Auswahlverfahren konnte der Aufsichtsrat der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH der einstimmigen Entscheidung der 11-köpfigen Findungskommission zustimmen und Patrick Hahn zum Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH berufen.

„Wir freuen uns, ein solches Ausnahmetalent für Wuppertal zu gewinnen. Ein absoluter Glückgriff für die Wuppertaler Bühnen, für die Stadt und das gesamte Bergische Land – die musikalische Welt wird auf uns schauen“, begrüßt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Mucke die Besetzung der wichtigen Position. Der designierte GMD blickt mit freudiger Erwartung auf die neuen Herausforderungen: „Nicht oft passt die Chemie und die gemeinsame Lust am Musizieren so sehr auf Anhieb, wie das bei unserer ersten Zusammenarbeit Anfang des Jahres der Fall war. Ich freue mich ungemein, mit einem derart motivierten, hochklassigen und versatilen Klangkörper eine aufregende Reise zu beginnen und schaue mit großer Vorfreude auf die Post-Covid-19-Ära, in der das gemeinsame Musizieren einen möglicherweise noch außergewöhnlicheren und fruchtbareren Stellenwert einnimmt. Wuppertal als Geburtsstadt von Günter Wand bietet einen inspirierenden Nährboden, um die visionäre Programmatik dieses großen deutschen Dirigenten zu reflektieren. Uns erwarten gewiss aufregende Zeiten!“

Dieser von uns auszugsweise gebrachte Bericht findet sich in der Neuen Musikzeitung

„Ich möchte vor allem dirigieren – und das mit großen Orchestern“, wünschte sich Patrick Hahn im Jahr 2017 bei seinem viel applaudierten Heimspiel in Eggersdorf. Dort trat er als Kabarettist an der Seite von Kammersänger Kurt Rydl mit Liedern von Georg Kreisler auf – mit bitterbösen und satirischen Texten.