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Der neue Vorstand der IV Steiermark (v.l.): Präsident Stefan Stolitzka (legero united/Legero Schuhfabrik) und die Vizepräsiden Nina Pildner-Steinburg (GAW technologies), Franz Mayr-Melnhof Saurau (F. Mayr-Melnhof-Saurau Industrie Holding) und Franz Kainersdorfer (voestalpine Metal Engineering).Fotos: Heimo Ruschitz

Nina Pildner-Steinburg ist in der Geschichte der steirischen IV die erste Frau als Vizepräsidentin.

Nina Pildner-Steinburg ist in der Geschichte der steirischen IV die erste Frau als Vizepräsidentin.

Rasche, umfassende und insbesondere zielgerichtete Maßnahmen zur Digitalisierung sowie Investitionen sind die Basis für einen zukunftsfähigen Industriestandort und Lebensraum Steiermark. Wobei die Investitionen auf Produktion, Innovation und Bildung abzielen sollen, wie die Mitglieder des neuen IV-Steiermark Präsidiums Nina Pildner-Steinburg, Franz Kainersdorfer, Franz Mayr-Melnhof-Saurau und Stefan Stolitzka betonen.

Rasche, umfassende und insbesondere zielgerichtete Maßnahmen zur Digitalisierung sowie Investitionen sind die Basis für einen zukunftsfähigen Industriestandort und Lebensraum Steiermark. Wobei die Investitionen auf Produktion, Innovation und Bildung abzielen sollen, wie die Mitglieder des neuen IV-Steiermark Präsidiums Nina Pildner-Steinburg, Franz Kainersdorfer, Franz Mayr-Melnhof-Saurau und Stefan Stolitzka betonen.

Zentral und vor allem drängend ist für das Team aus Eigentümervertretern und Managern rund um den neuen IV-Steiermark Präsidenten Stefan Stolitzka, die erfolgreiche Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, in deren Fokus die ersten Monate der Funktionsperiode stehen werden.

Zentral und vor allem drängend ist für das Team aus Eigentümervertretern und Managern rund um den neuen IV-Steiermark Präsidenten Stefan Stolitzka, die erfolgreiche Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, in deren Fokus die ersten Monate der Funktionsperiode stehen werden.

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Neues IV-Präsidium: erstmals eine Frau als Vize

Freitag, 10. Juli 2020

Nach der Wahl von Georg Knill zum Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung musste die IV für die Steiermark auf Präsidentensuche „gehen“. Dass sich Knill in einer Kampfabstimmung gegen seine Mitbewerber Wolfgang Eder (Ex-voestalpine-Chef) und Martin Ohneberg (Industrieller aus Vorarlberg) durchsetzen konnte, war im Vorhinein nicht gesichert. Damit standen die Steirer unter Zeitdruck und es gab nicht alltägliche Voraussetzungen für die Neubestellung. Denn der logische Nachfolger Franz Mayr-Melnhof, 43, winkte als Vizepräsident sofort ab. Er ist Eigentümer des größten Privatforstbetrieb Österreichs und des Holzverarbeitungskonzerns MM mit Hauptsitz in Leoben. Weiters übt er die Funktion des Landesjägermeisters der Steiermark aus und ist mit Leib und Seele Forstwirt. Sein Vizepräsident-Kollege in der IV-Steiermark Franz Kainersdorfer, 53, erfolgreicher Manager bei der voestalpine, kam nicht zuletzt deshalb als Präsident nicht in Frage, da diese Funktion in der Steiermark traditionell mit einem Vertreter eines Eigentümer-geführten, steirischen Industrieunternehmens besetzt wird. Und daher blieben unterm Strich zwei Namen, die dafür in Frage kamen. Ladys First: Nina Pildner-Steinburg, die Tochter des Ehrenpräsidenten Jochen Pildner-Steinburg. Sie ist gleichsam seit 2016 die „Chefin“ des Unternehmens GAW technologies GmbH, war schon seinerzeit Junge Industrie-Vorsitzende, arbeitet seit 2016 in der IV aktiv mit und daher ist ihre Bestellung zur IV-Steiermark-Vizepräsidentin keine wirkliche Überraschung. Oder doch, weil sie in der Geschichte der steirischen IV die erste Frau als Vizepräsidentin ist.

Der zweite Name in der Präsidenten-Nachfolge war Stefan Stolitzka, 61. Er ist geborener Wiener, studierte an der TU Graz Wirtschaftsingenieurwesen und stieg später in die Schuhbranche ein. Stolitzka hat die Legero Schuhfabrik, deren Geschäftsführer er ab 1991 war, im Rahmen eines Management-Buy-Outs im Jahr 1994 zu 100 Prozent übernommen und sehr erfolgreich gemacht. Marken, wie legero, Vios, superfit und Think kommen aus seinem Konzern. In Österreich beschäftigt Legero rund 300 Mitarbeiter, weltweit sind es 1.400. Mit Stolitzkas Wahl zum Präsidenten der IV Steiermark übernimmt erstmals kein Vertreter einer traditionellen steirischen Industrie- und Unternehmerfamilie diese Funktion.

Der neue Präsident Stefan Stolitzka sieht die Industrie in der Steiermark zwar „bestens aufgestellt, innovativ und in hohem Maße anpassungsfähig“, dennoch dürfe man sich angesichts des gigantischen Ausmaßes der Corona-Krise nichts vormachen: „Die Innovationskraft alleine wird nicht für eine rasche Erholung ausreichen. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die uns auch die Entwicklung pionierhafter Geschäftsmodelle ermöglichen“, so Stolitzka. Und er mahnt ein, dafür zu sorgen, dass Investments der öffentlichen Hand im Sinne der nachhaltigen ökonomischen Effektivität an den richtigen Stellen gesetzt werden. Digitalisierung und Investition in Produktion, Innovation und Bildung sind zentrale Stellhebel, um den Wandel in der Steiermark erfolgreich zu gestalten.