20191011-IM4_7412_

Foto: Heimo Ruschitz

LR Juliane Bogner-Strauß (Mitte) präsentierte gemeinsam mit Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner und Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Hochsteiermark/Leoben den Maßnahmenplan für die Bildungseinrichtungen. Foto: Land Steiermark / Streibl

LR Juliane Bogner-Strauß (Mitte) präsentierte gemeinsam mit Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner und Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Hochsteiermark/Leoben den Maßnahmenplan für die Bildungseinrichtungen. Foto: Land Steiermark / Streibl

Foto: Heimo Ruschitz

Foto: Heimo Ruschitz

LR Juliane Bogner-Strauß ist zuversichtlich, dass ein guter Start in das neue Schuljahr gelingen wird. Foto: Land Steiermark / Streibl

LR Juliane Bogner-Strauß ist zuversichtlich, dass ein guter Start in das neue Schuljahr gelingen wird. Foto: Land Steiermark / Streibl

Foto: Heimo Ruschitz

Foto: Heimo Ruschitz

Eltern sollen auch bei Schnupfen rasch reagieren

Dienstag, 01. September 2020

Start in das neue Schul- und Kindergartenjahr: Corona-Hygienevorgaben sollen Sorgen mildern

In knapp zwei Wochen, am Montag, den 14. September, ist es wieder soweit: 140.000 steirische Schüler starten in den Regel-Unterricht. Weitere 40.000 Kinder werden in den steirischen Kindergärten und Krippen betreut.

Die Corona-Pandemie stellt Kinder, Pädagogen sowie Eltern gleichermaßen vor Herausforderungen. Das neue Jahr wird in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen so normal wie möglich gestartet, aber mit der notwendigen Vorsicht und unter Einhaltung der erforderlichen Maßnahmen. „Ich wünsche mir für alle steirischen Schulen sowie Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen einen möglichst normalen Start. Unsere Kinder dürfen durch die Pandemie keine Nachteile erfahren“, so Bildungs- und Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. „Nur, weil wir von einem normalen Start ausgehen, heißt das nicht, dass wir nicht für alle Eventualitäten gerüstet sind.“

Abgestimmt mit sämtlichen Verantwortungsträgern wurde für die Steiermark ein Maßnahmenplan entworfen, der auf einem breiten Fundament steht. Dieser schafft Klarheit, Sicherheit und legt wesentliche Vorgaben für das neue Schul- und Kindergartenjahr fest.

An Kindergärten und Krippen, wie auch an allen Schulstandorten, kommt es zur Einführung der Vierfarben-Corona-Ampel. Bei Grün heißt es: Normalbetrieb mit den allgemein gültigen Hygienevorschriften (regelmäßige Raumlüftung, usw.). Bei Stufe Gelb besteht Maskenpflicht für Eltern und Betreuer im Eingangsbereich. Stufe Orange bringt fixe Personalzuteilungen für alle Gruppen. Sport und Singen gibt es nur noch im Freien und Elterngespräche erfolgen nur noch digital. Bei Rot ist auch das Fernbleiben erlaubt. Betreuungen werden bei Bedarf aufrecht erhalten – man muss jedoch Masken tragen. In jeder Einrichtung soll es einen Corona-Beauftragten geben.

Maßnahmen für steirische Schulen
Für den Start in das Schuljahr werden den Schulleitungen Checklisten und Handlungsleitfäden bereitgestellt, damit ein sicherer und normaler Start und Ablauf des Schuljahres gewährleistet sind. Vor Beginn des Schulbetriebs werden die Schulleiterinnen und Schulleiter in regionalen Konferenzen informiert und für den Schulstart auf den neuesten Stand gebracht. Besondere Bildungsschwerpunkte werden in diesem Schuljahr auf der Leseförderung, der Begabungsförderung und der Digitalisierung liegen. Die gemachten Erfahrungen zeigen das enorme Potential, das ergänzend eingesetzte, digitale Lehr- und Lernformen entfalten könnten. „Der Wiedereinstieg in den Unterricht in diesem Schuljahr soll besonders behutsam gestaltet werden. Wir möchten, dass die Schülerinnen und Schüler die Schulen als Orte des Lernens und der Sicherheit erleben. Gerade in den ersten Schulwochen wird hier besondere Sensibilität nötig sein“, so Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner.

Eltern sollen rasch reagieren
Im Hinblick auf die Grippesaison werden Eltern und Erziehungsberechtige besonders gefordert sein, ihre Kinder im Krankheitsfall zu Hause zu lassen. „Bedauerlicherweise lässt sich bei vielen Infekten durch eine ärztliche Untersuchung nicht eindeutig festlegen, welcher Erreger die jeweiligen Krankheitssymptome verursacht“, so Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Hochsteiermark/Leoben. „Sogenannte ‚Erkältungskrankheiten‘ sind in den allermeisten Fällen durch Viren bedingt. Temperaturwechsel und Körpernähe (Menschenansammlungen) können die Verbreitung derartiger Erkrankungen entscheidend begünstigen. Dies gilt für relativ harmlose ‚Schnupfenviren‘ ebenso wie für Influenza und letztlich Covid-19. Daher lässt sich ein grippaler Infekt nur schwer von Covid-19 unterscheiden. Wenn Kinder mit Infekten konsequent zu Hause bleiben, werden sie insgesamt in der ‚Grippesaison‘ signifikant weniger häufig erkranken. Im Idealfall ist das dann nur ein- bis zweimal pro Saison, vielleicht auch gar nicht. Es ist besser kranke Kinder zu Hause zu lassen als alle!“