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25 Jahre ist Österreich bereits Mitglied der Europäischen Union. Aus diesem Grund stellt „EUropa in meiner Region“ für jedes Beitrittsjahr ein EU-gefördertes Projekt aus den neun Bundesländern vor. Das Projekt „(Z)Eichen setzen“ wurde dabei als eines der Vorzeigeprojekte ausgewählt und Kinder durften ein weiteres Mal zum Spaten greifen. Fotos: Lunghammer/proHolz Steiermark

(Z)Eichen setzen für einen klimafitten Wald. Mit Kindern der Volksschule Lannach und (v.l.) Siegfried Luef (LW-Kammer Deutschlandsberg), Michael Luidold (Leiter Landesforstdirektion), Paul Lang (Obmann proHolz Steiermark) und der Lannacher Bürgermeister Josef Niggas.

(Z)Eichen setzen für einen klimafitten Wald. Mit Kindern der Volksschule Lannach und (v.l.) Siegfried Luef (LW-Kammer Deutschlandsberg), Michael Luidold (Leiter Landesforstdirektion), Paul Lang (Obmann proHolz Steiermark) und der Lannacher Bürgermeister Josef Niggas.

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EUropa in meiner Region: Steiermark setzt (Z)Eichen

Mittwoch, 30. September 2020

Mit dem EU-Förderprojekt „(Z)Eichen setzen“, einer Kooperation von proHolz Steiermark mit der Landwirtschaftskammer Steiermark, dem Waldverband Steiermark und den Steirischen Landesforstgärten, konnten in den letzten Jahren rund 60.000 Bäume in steirischen Wäldern gepflanzt werden. Nun hat die EU das Vorzeigeprojekt noch einmal vor den Vorhang geholt.

Bereits im Jahr 2018 machte „(Z)Eichen setzen“ bewusst, warum die nachhaltige und zeitgemäße Waldbewirtschaftung zu den besten Klimaschützern gehört. 60.000 Bäume (größtenteils Eichen) haben Kinder im Zuge des Projekts gemeinsam mit Förstern und Waldbesitzern in steirischen Wäldern gepflanzt. Damit konnte sich das Projekt als eines von 25 beispielhaften EU-Förderprojekten im Rahmen von „EUropa in meiner Region“ qualifizieren.

Für klimafitten Wald
So wurden am 25. September 2020 in Lannach erneut (Z)Eichen gesetzt. Gemeinsam mit Verantwortlichen der Projektpartner sowie Kindern der Volksschule Lannach konnten im Gemeindewald von Lannach ein weiteres Mal junge Bäume mit dem Ziel gepflanzt werden, die Bewusstseinsbildung und den Wissensaufbau rund um die Waldbewirtschaftung zu fördern. Die beteiligten Schüler zeigten anschaulich, dass die 2018 vermittelten Botschaften rund um das Projekt nachhaltig in Erinnerung geblieben sind und auch die Praxis des Baumpflanzens nicht vergessen worden war. Mit neuem Eifer und sichtlichem Spaß machten sie sich erneut daran, die jungen Bäume zu pflanzen und das Projekt damit aktiv mit zu tragen. Dabei erinnerte Johann Seitinger die Schüler in einer berührenden Ansprache daran, dass sich in einigen Jahren möglicherweise ihre eigenen Urenkel über die Ernte der heute gepflanzten Bäume freuen werden. „Denken wir an die Zukunft und an die nächsten Generationen,“ so Seitinger.

Bewirtschaften für Klimaschutz
Der Klimawandel bringt Veränderung und nicht alle Baumarten können gleich gut damit umgehen. Es braucht Mischbestände aus Nadel- und Laubholz, damit der Wald die Klima-Herausforderungen schafft und gesund bleibt. Um den Wald langfristig zu erhalten, muss man ihn jedoch auch pflegen. Vor allem hof-fernen Waldbesitzern, die etwa über Erbe zu einem Waldbesitz gekommen sind, ist das oft nicht bewusst. Im Zuge des Projekts „(Z)Eichen setzen“ erhielten Waldbesitzer aus diesem Grund Unterstützung und Informationen zur richtigen Bewirtschaftung des Waldes und konnten sich darüber hinaus kostenlos Setzlinge von den Forstgärten und Waldverbänden in ihrer Nähe abholen, um sie in ihren Wald zu setzen – (Z)Eichen für einen klimafitten Wald.

Langfristige Bewusstseinsbildung
„Das Projekt ist keine reine Pflanzaktion sondern es geht uns um eine langfristige Bewusstseinsbildung. Vor dem Pflanzen der Bäume erläutern wir daher, was den Rohstoff Holz so besonders macht. Ähnlich wie bei der Mülltrennung geht es auch hier darum, dass die Kinder das Wissen erlangen, umsetzen und so auch die Eltern erreicht werden“, erläutert Paul Lang, Obmann von proHolz Steiermark. Der klimafitte Mix aus diversen Bäumen von Eichen über Ahorn bis zu Edelkastanien wurde kostenlos von den Landesforstgärten Grambach zur Verfügung gestellt und hat auch bei den Kindern für Begeisterung gesorgt. „Bald können wir unsere eigenen Edelkastanien ernten,“ freut sich etwa eine Schülerin. Auch Lannachs Bürgermeister Josef Niggas zeigt sich zufrieden über den „eigenen Schulgarten“. „Ich freue mich sehr darüber, dass Lannach nun um zwanzig Bäume reicher ist und die Kinder die Möglichkeit haben, Entwicklungen der gepflanzten Bäume live mit zu erleben.“