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Foto: Heimo Ruschitz

AK-Präsident Josef Pesserl, AK-Frauenreferatsleiterin Bernadette Pöcheim (r.) und Cordula Schlamadinger, Leiterin der Kinderdrehscheibe, präsentierten den neuen AK-Kinderbetreuungsatlas. Foto: AK Stmk/Derler

AK-Präsident Josef Pesserl, AK-Frauenreferatsleiterin Bernadette Pöcheim (r.) und Cordula Schlamadinger, Leiterin der Kinderdrehscheibe, präsentierten den neuen AK-Kinderbetreuungsatlas. Foto: AK Stmk/Derler

Kinderbetreuung in der Steiermark im Schatten von Corona

Donnerstag, 10. September 2020

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt der „7. Kinderbetreuungsatlas“ der AK Steiermark einmal mehr leichte Verbesserungen auf. Allerdings werden die kommenden Monate durch die Corona-Pandemie zur Herausforderung.

Von 286 steirischen Gemeinden erfüllen 132 (2019: 126) die Kriterien für die „Kategorie A“: „Für diese Kategorie müssen eine Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren, ein Ganztageskindergarten und eine Nachmittags-betreuung für Volksschulkinder vorhanden sein“, erklärt Bernadette Pöcheim, Leiterin des AK-Frauenreferats.

Seltener sind Gemeinden, die den zusätzlichen Kriterien des „Vereinbarkeitsindikators für Familie und Beruf“ (VIF) gerecht werden. „Nur“ 65 Gemeinden haben Betreuungsangebote für Kinder von 0 bis zehn Jahren mit Öffnungszeiten, die beiden Elternteilen Vollzeitjobs ermöglichen. In 66 Gemeinden werden Kinder in Halbtageskindergärten betreut. Positiv: Mittlerweile nur noch 22 Gemeinden (2019: 29) bieten keine Betreuung von unter Dreijährigen.

Ebenfalls positiv sind verbesserte Jahresöffnungszeiten in den Ferien durch die Kooperationen der Kindergärten innerhalb einer Gemeinde und angrenzender Gemeinden. Auch verbesserte Tagesöffnungszeiten bei mehreren Einrichtungen einer größeren Gemeinde oder Stadt sind erkennbar. Durch die Corona-Krise kommen in den nächsten Monaten erneut große Herausforderungen auf Eltern und Kinderbetreuungseinrichtungen zu. Daher fordern AK-Präsident Josef Pesserl und Pöcheim „den weiteren Ausbau der sozialen Infrastruktur, vor allem in den ländlichen Regionen“. Außerdem soll es einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit geben, damit Eltern bei coronabedingten Schließungen von Kindergärten oder Schulen nicht plötzlich ohne Betreuungsmöglichkeiten dastehen.