PK_BankinginCoronaZeiten

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse. Foto: Sabine Hoffmann

Foto: Steiermärkische / Werner KRUG

Foto: Steiermärkische / Werner KRUG

Auch wenn’s wenig bringt – Sparen wichtig

Freitag, 16. Oktober 2020

Steiermärkische präsentiert Sparkassen-Studie

Die exakte Zahl – die lässt sich aus der aktuellen Studie nicht wirklich herauslesen: Aber 30 Prozent aller Steirer haben ein Einkommen, von dem sie nichts wirklich beiseite legen – sprich sparen – können.

Laut der repräsentativen IMAS-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen geben 81 % der Steirer an, dass Sparen „sehr wichtig“ bzw. „ziemlich wichtig“ ist. Aber 58 Prozent der Steirer meinen einschränkend, dass das klassische Sparbuch heute kein zeitgemäßes Sparprodukt mehr ist. Widersprüchlich hingegen ist das Umfrageergebnis, dass 71 Prozent der Steirer noch immer dem Sparbuch vertrauen, obwohl die Verzinsung äußerst mager ist. Als relevante und langfristige Alternative werden Bausparen (53 %) sowie Lebens- und Kapitalversicherung (42 %) und auch Wertpapiere (30 %) angesehen. Wie Gerhard Fabisch, der Vorstandsvorsitzende der Steiermärkischen Sparkasse, bei der Präsentation der Studie darlegte, ist das Kundeninteresse an Wertpapieren durch Corona, aber auch die Kaufentscheidung für Wertpapiere deutlich gestiegen. Das gesamte Wertpapiervolumen beträgt in der Steiermärkischen 3,8 Milliarden Euro, davon sind 52 Prozent in Fonds veranlagt. „Kunden ist eine breite Mischung wichtig“, so Gerhard Fabisch. „Viele Kunden haben die fallenden Kurse genutzt, um Aktien zu kaufen.“

Wie überzeugt die Kunden von einer absolut notwendigen Bargeldreserve sind, spiegelt sich darin wider, dass praktisch elf Milliarden Euro auf Girokonten deponiert sind. Diese bringen ja praktisch keine Verzinsung. Aufgrund der jährlichen Inflation hielte Fabisch es für zukunftsorientierter, wenn sich die „Giro-Guthaben“ stärker in Richtung Wertpapierveranlagung (Fonds usw.) verschieben würden. Die Investitionen in Gold sind nur etwa um 3 Prozent gestiegen, wiewohl 21 Prozent der Kunden darüber nachgedacht hätten, das zu tun.

Banking wurde durch Corona digitaler. In den letzten Monaten machte sich auch bei der Abwicklung der Geldgeschäfte ein großer Digitalisierungsschub bemerkbar. Online Banking wurde in der Krise noch attraktiver und das modernste Internetbanking, George, fungierte dabei als zentrale Drehscheibe. Aufgrund der Corona-Pandemie wird es heuer nicht nur einen Weltspartag geben, sondern das Fest des Sparens und des Geldanlegens wird auf einen Zeitraum von zwei Wochen ausgedehnt. Die Weltsparwochen von Erste Bank und Sparkassen finden daher heuer von 19. bis 30. Oktober statt. Es ist nach wie vor unsere Intension, durch die Weltspartage jungen Menschen ein Gefühl für das Sparen und das sinnvolle Investieren zu vermitteln und aufzuzeigen. Heuer haben dabei die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitmenschen oberste Priorität“, erläutert Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.