Campus 02,

Sehen die Coronakrise als Chance für Bildungsoffensive: WIFI-Leiter Martin Neubauer, FH CAMPUS 02 Rektorin Kristina Edlinger-Ploder, WKO Steiermark Präsident Josef Herk und FH CAMPUS 02 Geschäftsführer Erich Brugger (v.l.) Foto: Melbinger

„Krise als Chance sehen“

Mittwoch, 07. Oktober 2020

Bildungsoffensive des WKO-Bildungscampus

Es war ein äußerst herausforderndes Bildungsjahr für die Einrichtungen des WKO-Bildungscampus, der nun gut vorbereitet ins neue Semester startet. „Wir müssen die aktuelle Krise als Chance sehen, die uns bzw. den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, digitale Qualifikationen nachzuholen“, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Hier sei aber auch die Regierung gefordert, jetzt mehr Anreize zur Fortbildung zu schaffen.

Obwohl das Bildungsjahr 2019/20 coronabedingt mit z6ahlreichen Herausforderungen verbunden war, können WIFI-Leiter Martin Neubauer, FH-Campus02-Rektorin Kristina Edlinger-Ploder und FH-Campus02-Geschäftsführer Erich Brugger mit einer positiven Bilanz für die Bildungseinrichtungen der WKO Steiermark aufwarten. Trotz Lockdowns verzeichnete man beim größten nicht-staatlichen Bildungsanbieter nämlich eine vergleichsweise stabile Zahl an Bildungskunden. Vor allem im dritten Quartal ist das Interesse an Angeboten merkbar nach oben geschnellt. „Wir hatten bei unseren Info-Abenden um 18 Prozent mehr Teilnehmer – das zeugt von einem großen Interesse an Bildung und Qualifizierung“, freut sich Neubauer. Und auch Edlinger-Ploder hat Grund zur Freude: „Wir am Campus02 konnten heuer sogar um 30 Prozent mehr Bewerbungen verbuchen – nicht zuletzt auch deshalb, da diese ja ausschließlich online erfolgen konnten.“

Eine Chance, die es zu nutzen gelte, wie man betont. Präsident Herk: „Wir müssen heute dafür sorgen, dass morgen nach Corona genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Zumal laut einer aktuellen Umfrage der Bedarf in den nächsten drei Jahren groß sein wird.“ Daher wird auch das „Center of Excellence“ weiter forciert, wo der Bebauungsplan nun ab Freitag rechtskräftig sein wird. Damit sei man der größten Investition in die Zukunft der steirischen Fachkräftesicherung einen großen Realisierungsschritt näher, so Herk. Rund 50 Millionen Euro will man am Standort Körblergasse in die Jugendausbildung sowie in die dazugehörende Infrastruktur investieren.

Und auch für die Menschen in Kurzarbeit und Arbeitsstiftungen wurden eigene Qualifikationsmodelle entwickelt. Darin enthalten: Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierungen, Module für IT und technische Ausbildungen, wie zum Beispiel Lagerlogistik, E-Commerce oder Softwaredevelopment. „Hier sind aber auch noch einige offene Fragen, speziell was die Finanzierung und Abwicklung betrifft, die von der Politik geklärt werden müssen“, so Herk.