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LR Ursula Lackner gratulierte Amelie Steiner (Maturaballkomitee der 8aw des BG/BRG Leibnitz) zum "Goldenen Ticket" für den internationalen Energy Globe Styria Award. Fotos: Werner Krug

Kategorie Forschung: LR Ursula Lackner gratuliert Franz Prettenthaler, (Joanneum Research Life) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie Forschung: LR Ursula Lackner gratuliert Franz Prettenthaler, (Joanneum Research Life) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie Anwendung: Martin Graf (Vorstandsdirektor der Energie Steiermark) gratulierte Robert Potocsnyek (ISTmobil GmbH) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie Anwendung: Martin Graf (Vorstandsdirektor der Energie Steiermark) gratulierte Robert Potocsnyek (ISTmobil GmbH) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie Kampagne: LRin Ursula Lackner gratulierte Bgm. Helmut Leitenberger (Stadtgemeinde Leibnitz) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie Kampagne: LRin Ursula Lackner gratulierte Bgm. Helmut Leitenberger (Stadtgemeinde Leibnitz) zum Energy Globe Styria Award

Kategorie weltweit: Martin Graf (Vorstandsdirektor der Energie Steiermark) gratulierte Angela Thaller (Redwave) zum Energy Globe Styria Award)

Kategorie weltweit: Martin Graf (Vorstandsdirektor der Energie Steiermark) gratulierte Angela Thaller (Redwave) zum Energy Globe Styria Award)

Steirische Vorzeigeprojekte für mehr Klimaschutz ausgezeichnet

Montag, 05. Oktober 2020

Im Rittersaal im Landtag Steiermark wurde im kleinen Rahmen der Landespreis „Energy Globe Styria Award“ vergeben. Mit dem renommierten Energie- und Umweltpreis werden jedes Jahr steirische Klimaschutz-Leuchtturmprojekte vom Land Steiermark und der Energie Steiermark vor den Vorhang geholt. Heuer wurden insgesamt 48 Projekte steiermarkweit eingereicht und die Fachjury war von der Ideenvielfalt und dem regionalen Know-How begeistert. Überreicht wurden die Trophäen und Urkunden von Umweltlandesrätin Ursula Lackner und Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie Steiermark AG. „Die Energiewende zählt zu den wichtigsten und größten Herausforderungen unserer Zeit. Um diese zu gestalten ist es nicht nur wichtig, erneuerbare Energiequellen auszubauen, sondern auch die eingesetzte Energie effizient zu verwenden. Für eine erfolgreiche Energiewende benötigt es innovative Ideen in allen Bereichen unseres Lebens. Der Energy Globe STYRIA AWARD zeichnet die zukunftsträchtigsten Ansätze aus und fördert damit den steierischen Innovationsgeist“, betonte Ursula Lackner, die allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihr Engagment dankte.

Der Preis wurde in den Kategorien „Forschung“, „Anwendung“, „Kampagne“, „Jugend“ und „weltweit“ vergeben. Das Interesse war auch dieses Jahr wieder sehr hoch. Weiters konnte sich die Qualität der eingerechten Projekte sehen lassen und sie spiegelt auch die Aktualität der Themen Energie und Klima wieder. „Verantwortungsvoll mit dem Thema Energie umzugehen heißt, sie effizient und sparsam einzusetzen. Die Umwelt zu schützen, das ist unsere Pflicht. Darum setzt die Energie Steiermark auf 100 Prozent grüne Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Für diese Werte stehen auch der Landespreis Energy Globe Styria Award und alle Teilnehmerinnen  und Teilnehmer. Aus diesem Grund haben wir die Verleihung auch in diesem Jahr wieder gerne unterstützt“, so Vorstandssprecher Christian Purrer und Vorstandsdirektor Martin Graf von der Energie Steiermark.

Für den international größten Umweltpreis „Energy Globe“ wurden heuer aus 180 Ländern rund 1700 Projekte eingereicht. Rund 571 kamen aus Europa, davon 295 aus Österreich und 48 eben aus der Steiermark. Bei uns wird der Preis durch das Land vergeben und von der Energie Agentur Steiermark erfolgt die Abwicklung. Die Energie Steiermark war auch in diesem Jahr zuverlässiger zusätzlicher Sponsor der Veranstaltung.

Gewinner des Landespreises
Das „goldene Ticket“ für den nationalen Energy Globe Bewerb, der am 28. Oktober in Wien vergeben wird, holte sich in der Kategorie „Jugend″ das Maturaballkomitee der 8a des Bundesrealgymnasium Leibnitz. Der von den Maturanten 2019 organisierte Maturaball war der erste Ball eines Gymnasiums in Österreich, der mit dem Österreichischen Umweltzeichen als „Green Event“ zertifiziert wurde. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten einen eigenen Leitfaden für einen umweltschonenden Maturaball, der nicht nur ein eigenes Abfallwirtschaftskonzept enthält, sondern auch wertvolle Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil, auch beim Feiern.

In der Kategorie „Anwendung″ gewann das Projekt „ISTmobil“, das eine bedarfsorientierte Mobilitätsversorgung am Land bietet. Als Mischform von klassischem öffentlichen Verkehr und Taxiverkehr fasst „ISTmobil“ die Vorteile beider Systeme zusammen. Ziel des Mobiliätsprojektes ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger am Land flexibel und unabhängig auch ohne Auto mobil sein können. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 haben bereits rund 800.000 Personen in den bisher acht erschlossenen „ISTmobil-Regionen“ das Angebot genutzt. Bis Ende 2020 sollen weitere Projekte in mehr als 100 Gemeinden umgesetzt werden.

Die Forschungsgesellschaft „Joanneum Research – Life“ überzeugte in der Kategorie „Foschung“ die Jury mit dem ersten Dachgarten-Biosphärenprojekt „Smart City Rooftop Farming“ in Österreich. Das Projekt zielt auf die Produktion von Nahrungsmitteln im urbanen Raum und setzt so Anreize für Wohnquartiere der Zukunft. Auf einer Gesamtfläche von rund 110 Quadratmeter werden seit April 2019 Nutzpflanzen in Bioqualität zur Lebensmittelgewinnung angebaut.

In der Kategorie „Kampagne“ gewann das Stadtentwicklungskonzept „Cool Leibnitz“. „Cool Leibnitz“ steht für „Klima Optimierte Offensive Leibnitz“ und basiert wesentlich auf dem Ideenkatalog des Bürgerbeteiligungsprozesses „Leibnitz 2030″. Ziel des Projekts ist es, dem anhaltenden Bevölkerungswachstum in Leibnitz mit einer zukunftsfähigen und smarten Stadtentwicklungsstrategie zu begegnen. Zu den Schwerpunkten des Projekts zählen unter anderem die Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse, vorbeugende Maßnahmen zur Klimaveränderung sowie gleichzeitige Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas.

Mit ihrer Idee der Prozessoptimierung von Recyclinganlagen hatte die Firma „Redwave“ in der Kategorie „weltweit“ die Nase vorn. Die aus Eggersdorf bei Graz stammende Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, eine innovative und intelligente Industrie 4.0-Softwarelösung in Recyclinganlagen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Mit der intelligenten Softwarelösung „Redwave Mate Prozessüberwachungs-, Kontroll und Steuersystem“ wird der gesamte Sortierprozess in einer Recyclinganlage optimiert.