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Alltagsmasken haben keine nachgewiesene medizinische Schutzwirkung. Fotos: Klipp-Archiv

Sie baumeln – bereits benützt – am Rückspiegel in Autos, werden achtlos in diverse Taschen (Rock, Hose, usw.) gesteckt. Dort „lagern“ sie Tage, manchmal auch Wochen. Experten sagen aber, dass sie so behandelt keinen wirklichen Schutz bieten, sondern, im Gegenteil, zu einem „Virenverbreiter“ werden können.

Sie baumeln – bereits benützt – am Rückspiegel in Autos, werden achtlos in diverse Taschen (Rock, Hose, usw.) gesteckt. Dort „lagern“ sie Tage, manchmal auch Wochen. Experten sagen aber, dass sie so behandelt keinen wirklichen Schutz bieten, sondern, im Gegenteil, zu einem „Virenverbreiter“ werden können.

Wer sich auf andere während einer Bahnfahrt oder im engen Raum mit vielen Menschen noch besser schützen möchte, wählt eine partikelfiltrierende Halbmaske, auch bekannt als „Face-Filtering-Particle“-Maske. Diese gibt es in drei Schutzklassen. Zum Schutz vor Coronaviren ist mindestens die FFP2-Variante nötig, die 95 Prozent aller herumschwirrenden Partikel zurückhält.

Wer sich auf andere während einer Bahnfahrt oder im engen Raum mit vielen Menschen noch besser schützen möchte, wählt eine partikelfiltrierende Halbmaske, auch bekannt als „Face-Filtering-Particle“-Maske. Diese gibt es in drei Schutzklassen. Zum Schutz vor Coronaviren ist mindestens die FFP2-Variante nötig, die 95 Prozent aller herumschwirrenden Partikel zurückhält.

Schutzmasken: Nur wirksam mit viel Hygiene

Donnerstag, 19. November 2020

Sie baumeln – bereits benützt – am Rückspiegel in Autos, werden achtlos in diverse Taschen (Rock, Hose, usw.) gesteckt. Dort „lagern“ sie Tage, manchmal auch Wochen. Experten sagen aber, dass sie so behandelt keinen wirklichen Schutz bieten, sondern, im Gegenteil, zu einem „Virenverbreiter“ werden können. Masken sollen ein wirksamer Schutz gegen die Corona-Pandemie sein. Ohne Hygiene allerdings nicht. Was gilt es daher zu beachten? Der Versuch eines Befundes in der Wochenzeitung „Die Zeit“ (im Spezial „Pharma- und Healthcare“):

Beim Ausatmen durch die Nase stoßen wir pro Sekunde 23 Partikel aus. Beim Singen summieren sich diese kleinen Bestandteile zu 6.000 auf, zwischen winzigem Aerosol oder größerem Tröpfchen. Unser Verhalten macht also einen Unterschied und auch die Umgebung spielt eine Rolle: Halten wir uns im Freien auf, wo der Wind die Partikel schnell verteilt, oder sind wir drinnen, wo Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit mitmischen? Größere Tröpfchen sinken schnell zu Boden. Die Kleineren schweben länger in der Luft. Hierbei handelt es sich um die viel genannten Aerosole, die sich in Innenräumen besonders gut mit Viren vermengen können. Wissenschaftler schätzen, dass sich in der Atemluft eines Infizierten – je nach Viruslast – an jedes oder zumindest an jedes zehnte Aerosol ein Virus anhaftet.

Maskentragen macht also Sinn. Nur, welche Maske ist die richtige und wie damit hygienisch umgehen? Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Stoff-Masken, auch Alltagsmasken genannt. Sie haben, darauf weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hin, keine nachgewiesene medizinische Schutzwirkung. Allerdings fungieren sie wie eine mechanische Barriere, die größere Tröpfchen aufhalten und die Menge an ausgeatmeten Viren reduzieren kann. Abstand halten bleibt trotzdem wichtig. Bei der Stoffauswahl ist darauf zu achten, dass die Maske mindestens bei 60, besser noch bei 95 Grad gewaschen werden kann. In die Waschmaschine gehört sie bereits nach einmaligem Gebrauch oder spätestens, wenn der Stoff durchfeuchtet ist. Tipp von Virologe Christian Drosten für Eilige: Stoffmaske heiß bügeln.

Wer seine Maske unterwegs, etwa beim Aussteigen aus dem Bus, abnimmt, sollte sie in einem luftdicht verschlossenen Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss transportieren. Das BfArM warnt: Nicht in Hosen- oder Jackentasche stecken, um dort nicht sauberes Gewebe zu kontaminieren. Wichtig auch: Auf- und Absetzen nur am seitlichen Bändchen, da sich auf der Außenseite einer benutzten Stoffmaske Erreger tummeln können. Vor dem Aufsetzen gilt: Hände gründlich waschen, die gleiche Prozedur sollte nach dem Abnehmen der Maske erfolgen.

Medizinische Gesichtsmasken wie die grünen oder bläulichen OP-Masken sind aus Zellstoff und sollten nach einmaligem Gebrauch (in einem Beutel) entsorgt werden. Draußen auf der Wäscheleine auslüften lassen, kann eine Möglichkeit sein, allerdings ist (noch) nicht ausreichend geklärt, wie lange Viren auf Oberflächen überleben. Wer sich auf andere während einer Bahnfahrt oder im engen Raum mit vielen Menschen noch besser schützen möchte, wählt eine partikelfiltrierende Halbmaske, auch bekannt als „Face-Filtering-Particle“-Maske. Diese gibt es in drei Schutzklassen. Zum Schutz vor Coronaviren ist mindestens die FFP2-Variante nötig, die 95 Prozent aller herumschwirrenden Partikel zurückhält. Sie sind allerdings auch ein Einwegprodukt und nicht fürs Sterilisieren in Backofen oder Mikrowelle geeignet (Brandgefahr!).