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Der richtige Zusatz macht das Fahrzeug wieder flott! Foto: zVg

Kälte: Dieselfahrzeuge streiken

Donnerstag, 14. Januar 2021

Jedes Jahr, wenn es richtig kalt wird, ergibt sich das gleiche Bild auf den Straßen – liegengebliebene Fahrzeuge, bei denen der Dieselkraftstoff „eingefroren“ ist.

Die anhaltende Kälte macht laut ARBÖ speziell Dieselfahrzeugen schwer zu schaffen. Alleine in der Steiermark rückt der Autofahrerclub täglich einige Male aus, um streikende Fahrzeuge wieder in Gang zu setzen, bei denen der Dieseltreibstoff aufgrund der Kälte „eingefroren“ ist. Auch die Corona-Pandemie trägt ihren Teil dazu bei. Denn wer auf Grund der Lockdowns wenig mit seinem Auto gefahren ist und die letzte Tankfüllung schon etwas länger her ist läuft in die Gefahr, dass der Diesel im Fahrzeug noch nicht für diese niedrigen Temperaturen geeignet ist. Die Folge: Der Motor stirbt einfach ab – allerdings erst nach ein paar Fahrkilometern.

Schuld daran ist das Paraffin. Das ist ein Dieselbestandteil, der bereits bei geringer Kälte „Flocken“ bildet, die zur Verstopfung im Kraftstoffsystem führen können. Vor allem die Kraftstofffilter sind davon betroffen und lassen dann keinen Diesel mehr durch. „Im Normalfall reicht es, eine Dose hochwertigen Dieselfrostschutz-Zusatz in den Tank zu leeren, damit der Treibstoff nicht „gefriert“, so ARBÖ-Cheftechniker Wolfgang Kahr.

Ein weiterer Grund, warum der Diesel bei Minustemperaturen einfrieren kann, liegt im Kondenswasser, dass sich im Kraftstofftank bilden kann. Deshalb ist es gerade jetzt bei den derzeit herrschenden Temperaturen empfehlenswert, bei allen Dieselfahrzeugen vorsorglich einen Zusatz in den Tank zu geben. „Denn dann gibt´s auch nach einer echten Frostnacht mit Sicherheit kein böses Erwachen“, so der ARBÖ-Experte.