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Präsentierten eigene Corona-Ampeln für den steirischen Pflegebereich: Sprecher des „Bündnis für gute Pflege“ Franz Ferner, Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, Patientenombudsfrau Michaela Wlattnig und der Ärztliche Direktor des Institutes für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der KAGES Klaus Vander (v.l.)

Eigene Corona-Ampeln für Pflegebereich

Freitag, 25. September 2020

... von Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß präsentiert

Die Erfahrungen und das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen der Isolation in den Pflegeheimen in den letzten Monaten führten dazu, erträgliche und gute Lösungen für die Bewohner der Heime zu entwickeln, so heute Michaele Wlattnig, die Patienten- und Pflegeombudsfrau des Landes Steiermark bei der Vorstellung eigener Corona-Ampeln für den Pflegebereich. „Klar ist, dass ein Isolieren von Bewohnern durch die Verantwortlichen der Heime nicht erlaubt ist.“ In der Vergangenheit kam es sehr oft zu derartigen Verboten. Der Schutz der Bewohner ist das Eine, das Bedürfnis nach sozialen Kontakten mit Angehörigen das Andere. Diese sind bei Einhaltung der Regeln erlaubt.

In enger Zusammenarbeit zwischen dem Land Steiermark, dem „Bündnis für gute Pflege“ sowie den Dachverbänden im Bereich der Pflege, Vertretern der Mobilen Dienste, der Patienten- und Pflegeombudsfrau Michaela Wlattnig sowie dem Hygieniker Klaus Vander wurde in den letzten Wochen intensiv an der Umsetzung gearbeitet.

Ziel dieser Corona-Ampeln ist es, eine besonders gefährdete Risikogruppe zu schützen sowie Klarheit für die Besucher, Bewohner, Betreiber bzw. Träger, Kunden (mobile Dienste) sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen und vor allem auch die einzelnen Pflege- und Betreuungssettings differenziert darzustellen. Die Basis der Corona-Ampeln für den stationären, ambulanten und mobilen Pflege- und Betreuungsbereich stellt die Einstufung der Regionen durch die Corona-Kommission des Bundes dar. Die Maßnahmen können in Abstimmung mit den jeweiligen Trägern bzw. Einrichtungen und der zuständigen Gesundheitsbehörde je nach Bedarf verschärft werden.

Insbesondere palliativ- und hospizbetreute Bewohner sowie deren Angehörigen werden aufgrund ihrer Betreuungssituationen bzw. Begleitbedürfnissen in jeder Corona-Ampelphase individuelle Besuchs- und Begleitmöglichkeiten angeboten. Diese können mit der Leitung der jeweiligen Einrichtung individuell vereinbart werden.

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß betont zufrieden: „Mit den eigenen Corona-Ampeln für den stationären, ambulanten und mobilen Pflege- und Betreuungsbereich wurde ein praxisnahes und transparentes Instrument aufgebaut. Damit können wir gut vorbereitet in den Herbst und Winter gehen. Ein großer Dank gilt dem Engagement und dem Einsatz aller Beteiligten, die in der Planung und Umsetzung mitgearbeitet haben.“