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Präsentieren das neue Lehr-Modell für den alpinen Spitzensport (v.l.): WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, AK Steiermark Präsident Josef Pesserl, Franz Bachler vom gleichnamigen Intersport (erster Ausbildungsbetrieb nach diesem Modell) mit seinem Lehrling und Ski-Kaderläufer Luis Tritscher sowie dem Präsidenten und der Vizepräsidentin des steirischen Skiverbands, Karl Schmidhofer und Renate Götschl, weiters Sportlandesrat Christopher Drexler und Andreas Hausberger von der Bildungsdirektion Steiermark. Foto: Fischer

Wie stehen die Chancen für eine berufliche Tätigkeit nach der Karriere als Sportler? Das ist eine Frage, mit der sich alle Leistungssportler beschäftigen müssen. Denn wie man weiß, ist es sehr schwierig, parallel zum Leistungssport auch entsprechende berufliche Ausbildungen zu absolvieren. Mit dem neuen Modell „Spitzensport und Lehre“ hoffen die Verantwortlichen in der Steiermark, darauf eine Antwort gefunden zu haben. Foto: Klipp-Archiv

Wie stehen die Chancen für eine berufliche Tätigkeit nach der Karriere als Sportler? Das ist eine Frage, mit der sich alle Leistungssportler beschäftigen müssen. Denn wie man weiß, ist es sehr schwierig, parallel zum Leistungssport auch entsprechende berufliche Ausbildungen zu absolvieren. Mit dem neuen Modell „Spitzensport und Lehre“ hoffen die Verantwortlichen in der Steiermark, darauf eine Antwort gefunden zu haben. Foto: Klipp-Archiv

Spitzensport und Lehre verbinden

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Neues Modell für die „Zeit danach“

Wie stehen die Chancen für eine berufliche Tätigkeit nach der Karriere als Sportler? Das ist eine Frage, mit der sich alle Leistungssportler beschäftigen müssen. Denn wie man weiß, ist es sehr schwierig, parallel zum Leistungssport auch entsprechende berufliche Ausbildungen zu absolvieren. Mit dem neuen Modell „Spitzensport und Lehre“ hoffen die Verantwortlichen in der Steiermark, darauf eine Antwort gefunden zu haben.

Bei der heutigen Präsentation freut sich daher der steirische Skiverbandspräsident Karl Schmidhofer darüber, dass die Sportler nun die Wahl haben, neben dem Besuch einer Schule in einem der Leistungszentren, auch einen Lehrberuf abgestimmt auf die Anforderungen des Spitzensports, ergreifen zu können. „Besonders wichtig dabei ist, dass die Sportler in der Heimatregion den Lehrberuf absolvieren können. Damit wird den Sportlern regional eine Vielfalt an Möglichkeiten eröffnet.“ Er ersucht gleichzeitig steirische Lehrbetriebe, bei Bedarf steirische NachwuchssportlerInnen auszubilden. Als gelungenes Beispiel führt Schmidhofer die Firma Intersport Bachler an, die den Kaderläufer Luis Tritscher (Enkerl von Reinhard Tritscher) in der Ramsau zum Einzelhandelskaufmann ausbildet.

Skiverbands-Vizepräsidentin Renate Götschl zeigt sich klarerweise sehr angetan vom neuen Konzept. „Viele dieser junge ambitionierte Sportler waren bis jetzt mehr oder weniger gezwungen, ihre Sportkarriere neben einer schulischen Ausbildung voranzutreiben. Viele dieser wollen aber eine Lehre absolvieren, da sie Ihre Zukunft – abseits vom Sport – beispielsweise in einem handwerklichen Beruf sehen und später die Facharbeiterausbildung machen wollen. Im Wissen, dass Facharbeiter sehr gefragt sind, ist für mich Spitzensport und Lehre ein extrem wichtiges Instrument. Auf der einen Seite für den Sportler, auf der anderen Seite um den Facharbeitermangel entgegenzusteuern.“

Ins gleiche Horn stoßen: „In beiden Bereichen geht es um Wettbewerb und darum, das Optimum aus seinen Fähigkeiten herauszuholen. (WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg). „Zusätzlich kann dies auch zu einem großen Imagegewinn für das Erlernen eines Berufes im Allgemeinen, und für einzelne Betriebe im Besonderen, führen. Deshalb unterstützen wir das Projekt – Lehre und Sportkarriere – sehr gerne.“ (AK-Steiermark-Präsident Josef Pesserl) „Spitzensport und berufliche Ausbildung müssen in der Karriereplanung Berücksichtigung finden, damit sich Athleten ein zweites Standbein neben dem Sport schaffen können. Ein maßgeschneidertes duales Ausbildungsmodell ,Lehre und Sport‘ ist ein zusätzliches, wertvolles Angebot für unsere Jugendlichen.“ (Andreas Hausberger, Bildungsdirektion Steiermark). Das Land Steiermark hat in Zusammenarbeit mit dem Bund sowohl im Alpinen Rennsport in Schladming als auch im Nordischen Rennsport beim NAZ Eisenerz sowie allen weiteren Sportgymnasien und Leistungszentren eine gute Infrastruktur aufgebaut, die eine gezielte Entwicklung unserer Sportler sicherstellt. Als Sportlandesrat begrüße ich daher die Initiative. Dieses ,Twin‘-Ausbildungsmodell ist ein weiterer Meilenstein des Sportlandes Steiermark – ein Gewinn für unsere jungen Sportlern aber auch für die teilnehmenden Unternehmen.“ (Sportlandesrat Christopher Drexler)