Vanillekipferl1_Land schafft Leben 2020

Mit etwa 10 Vanillekipferl pro Tag erreicht man die maximal empfohlene Zuckermenge

Heimischer Honig eignet sich auch beim Weihnachtskeksebacken als Süßungsmittel

Heimischer Honig eignet sich auch beim Weihnachtskeksebacken als Süßungsmittel

Wer bewusst Kekse nascht, isst langsamer und nimmt nicht so schnell zu

Wer bewusst Kekse nascht, isst langsamer und nimmt nicht so schnell zu

Der österreichische Zucker wird aus der Rübe gewonnen.

Der österreichische Zucker wird aus der Rübe gewonnen.

50 Gramm Zucker pro Tag sind laut WHO-Empfehlung die Maximalmenge für Erwachsene

50 Gramm Zucker pro Tag sind laut WHO-Empfehlung die Maximalmenge für Erwachsene

So geht bewusstes Naschen

Donnerstag, 26. November 2020

Tipps in Sachen weniger Zucker zur Weihnachtszeit

Gerade jetzt Ende November stehen die ersten Hobby-Kekserl-Bäcker in den Startlöchern. Für viele von ihnen ist der Zucker in den Keksen immer wieder ein heikles Thema. Welchen sollte man verwenden und welche Alternativen gibt es? Kann man den Zucker einfach so reduzieren? Und wie kann man die Weihnachtskekse trotz hohen Zuckergehalts gesünder machen? Hier die besten Tipps des Vereins „Land schafft Leben“ für die Weihnachtsbäckerei:

Heimische Süße in Weihnachtskeksen
Auch beim Backen kann man auf Regionalität achten: Rübenzucker und Honig sind aus heimischer Landwirtschaft verfügbar und eignen sich gut zum Kekse-Backen. Rübenzucker ist dabei der gewöhnliche Haushaltszucker, der auch oft zum Süßen von Tees oder Kaffee verwendet wird. Er wird aus der heimischen Zuckerrübe gewonnen, die in Österreich vor allem in Niederösterreich wächst. Heimischen Honig gibt es zum Beispiel in Form von Wald- oder Blütenhonig. Um sicherzugehen, ein heimisches Exemplar in den Händen zu halten, ist ein Blick auf die Verpackung nötig, die im besten Fall einen Hinweis auf die Herkunft mitbringt.

Was Honig betrifft, gibt es hier noch einen Tipp für Gesundheitsbewusste: Das süße Gold bringt nicht nur geschmackliche Abwechslung, sondern hat auch weniger Kalorien. 100 Gramm Honig haben etwa 300 Kalorien, während 100 Gramm Rübenzucker etwa 360 Kalorien entsprechen. Beim Erhitzen verliert Honig jedoch einen Teil seiner Süßkraft.

Mehr Gewürze und Vollkornmehl
Bei Rezepten für Weihnachtskekse kann man den Zucker reduzieren. Am besten ändert man dafür das ganze Rezept etwas ab. Das bedeutet: mehr Gewürze wie etwa Zimt und Anis und Vollkornmehl statt Weißmehl. So bringt man mit weniger Zucker mehr Geschmack in die Kekse. Das Vollkornmehl punktet außerdem mit mehr Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Doch Vorsicht beim Ersetzen: Vollkornmehl nimmt mehr Flüssigkeit auf als Weißmehl. Stehen im Rezept also zum Beispiel 100 Gramm Mehl, reichen als Ersatz 80-90 Gramm Vollkornmehl. So werden die Kekse nicht zu trocken.

Bewusst auf die Menge achten
50 Gramm Zucker pro Tag sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Maximalmenge für Erwachsene. Für Kinder ist es die Hälfte. Erwachsene erreichen die maximale Menge schon bei etwa zehn Vanillekipferl oder fünf Kokosbusserl pro Tag.

Bewusst und langsam genießen
„Ein gierig verschlungener Weihnachtskeks ist nicht das gleiche wie ein bewusst gegessener: Wer bewusst und langsam genießt, nimmt den Geschmack der wertvollen Zutaten besser wahr und weniger zu. Denn in Wahrheit nimmt man nicht zwischen Weihnachten und Silvester, sondern zwischen Silvester und Weihnachten zu“, so Maria Fanninger, Vorständin des Vereins „Land schafft Leben“.

Im Regelfall befindet sich nicht nur in den Keksen Zucker, sondern vor allem in Speisen und Getränken, in denen wir den Zuckergehalt oft nicht gleich vermuten. Zum Beispiel enthalten Fertig- oder Wurstprodukte aber auch Getränke wie etwa Limonaden oder Alkoholisches wie Glühwein oft unerwartet hohe Zuckermengen.