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Der Arzt und Gesundheitswissenschaftler Martin Sprenger, Vorstand des Public-Health-Institut an der Universität Graz, ist seit dem ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres damit österreichweit bekannt geworden, dass er etliche getroffene Maßnahmen der Bundesregierung (auch den Lockdown selbst) äußerst kritisch gesehen hat. Foto: Heimo Ruschitz

Eine weitere wichtige Voraussetzung, damit Skifahren gelingen kann: Überall müsse genügend Abstand eingehalten werden und selbst die Wege und die Anstellungsregeln müssten genau definiert sein. In den kleinen Skigebieten sollte das nicht wirklich zu Problemen führen. Foto: Steiermark Tourismus / Tom Lamm

Eine weitere wichtige Voraussetzung, damit Skifahren gelingen kann: Überall müsse genügend Abstand eingehalten werden und selbst die Wege und die Anstellungsregeln müssten genau definiert sein. In den kleinen Skigebieten sollte das nicht wirklich zu Problemen führen. Foto: Steiermark Tourismus / Tom Lamm

Die steirischen Touristiker haben bereits Anfang November mit der zuständigen Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ein umfangreiches Maßnahmenprogramm für Skihütten und Skilifte vorgestellt. Dazu gehört auch, dass es keine Selbstbedienung auf Skihütten mehr gibt, keine Stehplätze an den Bars, und, und. Alle diese Maßnahmen machen Skifahren genauso sicher wie der Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln, bis hin zur U-Bahn.

Die steirischen Touristiker haben bereits Anfang November mit der zuständigen Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ein umfangreiches Maßnahmenprogramm für Skihütten und Skilifte vorgestellt. Dazu gehört auch, dass es keine Selbstbedienung auf Skihütten mehr gibt, keine Stehplätze an den Bars, und, und. Alle diese Maßnahmen machen Skifahren genauso sicher wie der Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln, bis hin zur U-Bahn.

„Wenn wir das schaffen, dann haben wir gewonnen“

Freitag, 27. November 2020

Corona-Kenner und Public-Health-Experte Martin Sprenger zum Skifahren

Der Arzt und Gesundheitswissenschaftler Martin Sprenger, Vorstand des Public-Health-Institut an der Universität Graz, ist seit dem ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres damit österreichweit bekannt geworden, dass er etliche getroffene Maßnahmen der Bundesregierung (auch den Lockdown selbst) äußerst kritisch gesehen hat. Schon damals wies er aber darauf hin, dass es gezielter Strategien und Maßnahmen bedürfe, damit der Winter-Urlaub und das Skifahren überhaupt möglich sein werden.

Nun hat sich Martin Sprenger in einem Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ detailliert dazu geäußert: „Ja, eine Skisaison kann gelingen, wenn es genaue Auflagen gibt.“ Dabei gelte es, vorerst einmal zu unterscheiden zwischen kleinen Skigebieten mit Sessel- und Schleppliften und großen Skischaukeln mit Gondelbetrieb. Die Sicherheitskonzepte müssten auf das jeweilige Gebiet abgestimmt sein. Die grundsätzliche Regel dafür: So viele Aktivitäten wie möglich nach draußen zu verlagern. Das Ansteckungsrisiko für Covid 19 sei an der frischen Luft deutlich geringer.

Eine weitere wichtige Voraussetzung, damit Skifahren gelingen kann: Überall müsse genügend Abstand eingehalten werden und selbst die Wege und die Anstellungsregeln müssten genau definiert sein. In den kleinen Skigebieten sollte das nicht wirklich zu Problemen führen.

Gondeln ohne Scheiben
Bei Talstationen von Gondelbahnen gelte es, vor allem auf den Einstiegsbereich Acht zu geben, der ja meist überdacht und verbaut ist. Sprenger empfiehlt daher, dass sich die Skitouristen im Freien anstellen und dann in kleinen Gruppen eingelassen werden. In den Gondeln selbst sollte dann nur die halbe Personenkapazität genützt werden und für gute Entlüftung sollten auch die Scheiben zumindest offen sein.

Die steirischen Touristiker haben bereits Anfang November mit der zuständigen Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ein umfangreiches Maßnahmenprogramm für Skihütten und Skilifte vorgestellt. Dazu gehört auch, dass es keine Selbstbedienung auf Skihütten mehr gibt, keine Stehplätze an den Bars, und, und. Alle diese Maßnahmen machen Skifahren genauso sicher wie der Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln, bis hin zur U-Bahn.

Was Public-Health-Experte Martin Sprenger besonders hervorhebt: Die Regeln, die zu befolgen sind, sollten auf Augenhöhe mit den Touristen kommuniziert werden. Das heißt „nicht im Befehlston und mit Verboten, sondern eher charmant und vielleicht sogar mit Humor“. Sein Beispiel für einen möglichen Hinweis im „Kleine-Zeitung“-Gespräch: „Die Gondel fährt drei Minuten. Aber sie fährt nicht schneller, wenn man sich enger an den Eingang drängt.“ Entscheidend sei für Sprenger, dass sich die Gäste sowohl sicher als auch wohl fühlen.