kleinSicherheitsoffensive Forst

Trotz der ständigen technologischen Weiterentwicklung besteht bei forstwirtschaftlichen Arbeiten nach wie vor ein erhöhtes Gefahrenpotential. „In den vergangenen Wochen musste eine Häufung von Forstunfällen, vermehrt leider auch mit tödlichem Ausgang, festgestellt werden. Wir haben daher umgehend eine Offensive für sichere Forstarbeit gestartet“, betont Landesrat Hans Seitinger (li. im Bild). Foto: Lebensressort

„Jeder Todesfall ist einer zu viel!“

Mittwoch, 09. Dezember 2020

LR Seitinger startet Initiative für sichere Forstarbeit

Allein im vergangenen Jahr gab es in der Steiermark 353 Verletzte bei Forstunfälle. Die meisten Unfälle passieren laut Unfallstatistik in Folge von Unachtsamkeit und Fehleinschätzungen sowie durch den falschen Umgang mit der Motorsäge. Ursache vieler Verletzungen ist die mangelnde Kenntnis über die spezifischen Gefahren bei der Waldarbeit sowie das Fehlen der entsprechenden persönlichen Schutzausrüstung (Schnittschutzhose, Forstsicherheitsjacke, Forst-Sicherheitsarbeitsschuhe, Schnittschutz-Handschuhe, Schutzhelm und Erste-Hilfe-Paket).

„Forstarbeit braucht viel Erfahrung, wer diese nicht hat, sollte diese gefährliche Arbeit unbedingt einem Profi überlassen“, so Landesrat Johann Seitinger bei der Präsentation des Starts einer Offensive des Landes Steiermark zur Unfallprävention bei Forstarbeiten. Durch Schulungsmaßnahmen und finanzielle Anreize beim Ankauf von Schutzausrüstung soll das Risiko massiv verringert werden.

Mit der Offensive für sichere Forstarbeit unterstützt das Lebensressort des Landes Steiermark den Ankauf von Schutzausrüstung. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist der Besuch einer entsprechenden eintägigen forstlichen Sicherheitsschulung. Diese wird etwa von der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl (www.fastpichl.at) angeboten. Landesrat Seitinger appelliert: „Ich bitte alle Forstarbeiter, dieses Angebot des Landes wirklich in Anspruch zu nehmen, denn Unfälle verursachen oft großes Leid, das mit einfachen Präventionsmaßnahmen zu verhindern gewesen wäre.“