Erst die Überwindung, dann der Genuss: In Eis zu schwimmen fördert ein ganz neues Körpergefühl.
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Erst die Überwindung, dann der Genuss: In Eis zu schwimmen fördert ein ganz neues Körpergefühl. Foto: shutterstock

Zauchensee bei Nacht: Romantik unterm Sternehimmel. Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Matthias Fritzenwallner

Zauchensee bei Nacht: Romantik unterm Sternehimmel. Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Matthias Fritzenwallner

Erst hacken, dann hechten? Wer ins kalte Wasser steigt, sollte es langsam angehen lassen.
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Erst hacken, dann hechten? Wer ins kalte Wasser steigt, sollte es langsam angehen lassen. Foto: shutterstock

Wo Mutige bei Vollmond baden gehen

Dienstag, 29. Dezember 2020

Erste „Ice.Challenge“ im Zauchensee

Am 28. Januar zum ersten Vollmond des Jahres veranstalten Altenmarkt-Zauchensee Tourismus und der „Wild Swimmer“ Hansjörg Ransmayr erstmals eine „Ice.Challenge“ am Zauchensee. Nach einem Atem- und Mentaltraining am Ufer des alpinen Zauchensees auf 1350 m umrunden die Sportler einen symbolischen Mond, der auf der Wasseroberfläche schwimmen wird. Dank Knicklicht und einer umgeschnallten Leuchtboje sind die tapferen Wintersportler für die begleitende Wasserrettung immer gut zu erkennen. Anschließendes Aufwärmen im Hotpot und ein Heißgetränk sind im Preis inklusive. Wer bis 14. Januar bei Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Tel. +43 6452 5511, bucht, zahlt den Early-Bird-Preis von 19 Euro statt regulär 29 Euro. Von Eisschwimmen sprechen Kenner übrigens ab einer Höchsttemperatur von fünf Grad.

Rein ins kalte Wasser, gereinigt wieder raus
„Auch wenn es sich um eine ‚Challenge‘ handelt, soll es vor allem Spaß machen und einen positiven, reinigenden Effekt am Anfang des Jahres haben“, erklärt Hansjörg Ransmayr, österreichischer Wildwassersportler und Initiator des ersten Eisschwimmens im 1350 Meter hoch gelegenen Zauchensee. „Während Männer das Bad in kaltem Wasser manchmal zur Selbstprofilierung nutzen, entdecken besonders Frauen das Wild- und auch das Eisschwimmen für sich, um ein neues Körpergefühl zu entwickeln, sich wieder zu erden, sich zu spüren.“ Ransmayr ist sicher, dass einige Leute aus seiner internationalen Eisschwimm-Community am 28. Januar am Start sein werden. Abgesehen von dem Adrenalin-Boost, den die „Ice.Challenge“ auslösen wird, hat das Eisschwimmen viele gesundheitsfördernde Effekte, sagt Ransmayr. So finde es Anwendung in der Schmerztherapie, in der Bekämpfung von Depressionen, in der Vor- und Nachbereitung von OPs. „In jedem Falle stärkt das regelmäßige Praktizieren das Immunsystem.“

Sicherheit hat oberste Priorität
Wie viele Mutige auch immer Ende Januar gegen 18 Uhr am Ufer des Bergsees zusammenkommen und sich die Badehose überstreifen werden, für einen corona-konformen Ablauf ist gesorgt, versichert Lisa Gappmayer, bei Altenmarkt-Zauchensee Tourismus für Event-Organisation zuständig. „Wir teilen jedem vorher seine genaue Startzeit mit. So vermeiden wir einen Massenauflauf. Geschwommen wird einzeln, höchstens zu zweit.“ Ein bis zwei Minuten maximal werden sich die Sportler im Wasser aufhalten, glaubt Ransmayr. „Das oberste Prinzip ist die Sicherheit. Deshalb auch die Leuchtboje, die Wasserrettung, auch ein Arzt wird anwesend sein“, sagt der Initiator, selbst langjähriger Rettungsschwimmer. Nach dem Bad in Eiswasser rät der Experte immer zu einem Heißgetränk, nur Alkohol sollte vermieden werden. Der 62-Jährige schwört dabei auf Ingwertee mit Honig und Gewürzen.

Gut zu wissen
Sollte das Wetter am 28. Januar nicht mitspielen, dann wird die Veranstaltung auf den nächsten Vollmond am Samstag, 27. Februar verschoben.

Weitere Informationen gibt’s HIER