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Fotos: Klipp/Pixabay

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Wirksam gegen Corona

Mittwoch, 17. Februar 2021

Selen und Vitamin D helfen Infektionen vorbeugen und positiv beeinflussen

Was viel zu wenig kommuniziert wird und in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist, ist die Tatsache, dass Mikronährstoffe im Kampf gegen Viren – so genannte Vitalstoffe – Infektionen vorbeugen und auch den Verlauf positiv beeinflussen können.

Für die Ansteckung entscheidend sind die Ausstülpungen auf dem Virus, die als „Spikes“ bezeichnet werden. Diese Ausstülpungen docken an die menschliche Zellwand an und fusionieren in einem nächsten Schritt mit der Zelle. Dabei benutzen die Viren so genannte ACE2-Rezeptoren.

Dass ACE2-Enzyme vom Coronavirus zur Fusion mit menschlichen Zellen benötigt werden, ist wissenschaftlich unstrittig. Auch unstrittig ist, dass Menschen, die wegen hohen Blutdrucks so genannte ACE-Hemmer oder so genannte Sartane einnehmen müssen, sehr viele ACE2-Enzyme bilden, womit sie dem Virus das Eindringen in den Körper erleichtern. Menschen, die auf Blutdrucksenker angewiesen sind, sollten daher in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt die Wirkstoffgruppe wechseln oder Vitalstoffe zur Senkung des Blutdrucks einnehmen, wenn die Erhöhung nur leicht ist.

Leider zieren sich die kardiologischen Fachgesellschaften, dies öffentlich zu erklären, obwohl die Datenlage eindeutig ist und ein Handeln erfordern würde. Zumal Blutdruckmedikamente in der Regel von Menschen aus Risikogruppen eingenommen werden.

Selen blockiert die Vermehrung des Virus
Gelingt es, die Anhaftung des Virus über die Spikes zu reduzieren oder gar zu unterbinden, sollte es nicht zu einer Infektion kommen oder diese zumindest sehr abgeschwächt verlaufen. Seit 2013 ist aufgrund der Arbeiten von D. Diwaker bekannt, dass Natriumselenit – ein anorganisches Selen – in der Lage ist, spezielle chemische Reaktionen im Virus zu blockieren, die zur Bildung der Spikes nötig sind. In der Folge kann sich das Virus nur schwach vermehren und das körpereigene Immunsystem kann die vorhandenen Viren schnell beseitigen. Aus diesem Grund ist zum Schutz vor viralen Infektionen die tägliche Zufuhr von 100 µg bis 200 µg Selen wichtig und kann Leben retten. Sogar Schwerkranke würden von Selengaben profitieren, hier sind allerdings Infusionen mit Natriumselen erforderlich.

Ein weiteres wichtiges Argument für eine Selengabe zur Vorbeugung und Behandlung bei Corona-Infektionen ist, dass Selen – als zentrale Bestandteil eines Immunkraft fördernden Enzymsystems – unser Immunsystem in die Lage versetzt, jede Art von viralen Erkrankungen zu vermeiden bzw. den Verlauf erheblich abzuschwächen. Dies trifft speziell auch für Coronaviren zu. Die Erkenntnis, dass Selenmangel die Ansteckungsfähigkeit von Viren erhöht, ist nicht neu. Schon lange weiß man, dass der Selenmangel den harmlosen Coxsackie-Virus (mit dem wir alle schon Kontakt hatten) dahingehend verändern kann, dass die Betroffenen schwer herzkrank werden und früh versterben. Diese sogenannte „Keshan“-Krankheit ist seit Jahrzehnten bekannt und findet sich in allen gängigen Medizinbüchern.

Beim Influenzavirus ist dies genauso, das bedeutet, ein Selenmangel lässt den Virus leichter mutieren, was zu schweren Krankheitsbildern führen kann. Da Österreich und Deutschland – wie eigentlich ganz Europa – ein Selenmangelgebiet sind, sollten die Menschen darüber aufgeklärt werden und vor allem sollte jeder durch Supplementation von 100 µg bzw. besser 200 µg Selen am Tag sich vor Ansteckung durch Viren schützen.

Tägliches Vitamin D3
Ein weiteres wichtiges Thema wurde zuletzt von Professor Konrad Biesalski, dem renommiertesten Ernährungsmediziner in Deutschland, bearbeitet. Eine Analyse von 30 Studien zum Thema Vitamin D bei viralen Infektionen zeigte, das Menschen, die ein Vitamin-D-Defizit haben erheblich stärker und schneller an Covid 19 erkranken als Menschen, die keinen Vitamin-D-Mangel aufweisen.

Da über 80 Prozent der Menschen in Europa in den Wintermonaten einen zum Teil erheblichen bis massiven Vitamin-D-Mangel haben, ist die Ergänzung der Nahrung mit diesem Hormon (der Begriff „Vitamin“ ist in diesem Zusammenhang falsch und irreführend) für jeden wichtig und vor allem für die Risikogruppen. Dadurch schützt man sich vor Virusinfektionen und bei Krankheit wird der Verlauf abgemildert. Aufgrund der komplizierten Biochemie des Hormons Calcitriol sollte Vitamin D3 täglich genommen werden, am besten in einer Dosierung von 2000 IE bis 4000 IE.

Sollte der Vitamin-D-Wert trotz Therapie nur schlecht ansteigen, haben sich Magnesium (200 mg am Tag) und Vitamin K2 als zusätzliche Ergänzung bewährt.

Quelle: Pulsar 1/2021 (gekürzt); Autoren: Nathalie Schmidt: examinierte Krankenschwester, Ausbildung zur Reiki-Therapeutin, Buchautorin (www.energie-lebensberatung.de ). Dr. med. Edmund Schmidt: seit 1996 Facharzt für Allgemeinmedizin und Ernährungsmediziner in eigener Praxis in Ottobrunn, beschäftigt sich zusammen mit seiner Frau intensiv mit Vitalstoffen (www.ensign-ohg.de)