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Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch und die Vorstandsmitglieder Georg Bucher, Walburga Seidl, Oliver Kröpfl (v.l.). Foto: zVg

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Alles, außer-gewöhnlich

Donnerstag, 08. April 2021

Steiermärkische präsentiert Jahresergebnis 2020

Das vergangene Jahr hat uns viel abverlangt. Wir alle mussten Durchhaltevermögen, Veränderungsbereitschaft, aber auch Einfallsreichtum und Mut beweisen“, so steht es in der Pressinformation der Steiermärkischen Sparkasse. Alles, außer-gewöhnlich war auch die heutige Bilanzpressekonferenz. Diese erfolgte erstmals über Video und erstmals seit 2004 war Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch persönlich nicht dabei. Ein Gesundheitscheck (Steiermärkische: „alles gut“) im LKH dauerte coronabedingt länger als erwartet und damit verpasste er seine eigene Pressekonferenz.

Gern hätte Fabisch selbst das zufriedenstellende Ergebnis unter Berücksichtigung der außerordentlichen Rahmenbedingungen präsentiert. „Trotz der herausfordernden Situation konnte die Steiermärkische Sparkasse erfreuliche Wachstumsraten erzielen“, so Fabisch in seinem vorbereiteten Statement. „In Zeiten wie diesen ein überdurchschnittliches Einlagen-, Kredit- und Bilanzsummenwachstum verzeichnen zu können, ist ein Erfolg für die Steiermärkische Sparkasse und alle engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Wertpapiergeschäft konnten die definierten Ziele sogar überschritten werden.“

Das Periodenergebnis nach Steuern lag 2020 bei 80 Millionen Euro und verringerte sich um 59 % im Vergleich zum Vorjahr. 45 Millionen steuerte der Kommerzbereich bei, 18 Millionen kommen aus den Regionen, 13 Millionen aus dem internationalen Geschäft und 4 Millionen kommen aus den anderen Geschäftsaktivitäten. Die größten Einflussfaktoren waren dabei aufgrund der Pandemie die stark steigenden Risikovorsorgen, die Bewertungsergebnisse der Minderheitsbeteiligungen sowie die gesunkenen Ergebnisbeiträge der Tochterbanken.

Corona mit seinen Lockdowns und dem Auftauchen neuer Mutationen zwang die Steiermärkische im vergangenen Geschäftsjahr dazu, Risikovorsorgen in der Höhe von 82,4 Millionen Euro zu bilden. Worauf das Vorstandsquartett Gerhard Fabisch, Walburga Seidl, Georg Bucher und Oliver Kröpfl hinwiesen: Alle drei Geschäftsfelder, Privatkunden,- Kommerzgeschäft und Internationales Geschäft erzielten positive und zufriedenstellende Ergebnisse. Trotz der herausfordernden Bedingungen durch die Pandemie war die Steiermärkische Sparkasse digital als auch regional vor Ort für ihre Kunden eine verlässliche Finanzpartnerin.

Als Partnerin der steirischen Wirtschaft hat die Steiermärkische bereits im ersten Lockdown rasch die dringend notwendige Liquidität zur Verfügung gestellt. Dies hat zu einem Neuvolumen bei Investitionskrediten von rund 1,35 Milliarden verholfen. Über das gesamte Geschäftsjahr 2020 hinweg wurden steirischen Unternehmen Rahmenerhöhungen, Stundungen und Neufinanzierungen mit Covid19-Bezug in der Höhe von über 500 Millionen Euro gewährt.

Außerordentlich hoch ist aufgrund der unsicheren Zeiten das Einlagenwachstum mit 11,3 Prozent. Eine derartige Sparquote würde auf Dauer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig verändern, so Kommerzkundenchef Oliver Kröpfl auf Journalisten-Fragen hin. Große Sorgen macht den Bankern natürlich die darniederliegende Tourismusbranche. Und da hofft man auf den Neustart im Frühsommer, der die schwierige Situation entspannen sollte.

2020 war ein gutes Wertpapier-Jahr. Die Steiermärkische verwaltet ein Wertpapier-Depotvolumen von rund 3,9 Milliarden Euro.

Gerhard Fabisch zum laufenden Jahr: „Die Fusionsprojekte mit der Ohridska Banka in Nordmazedonien und dem Bankhaus Krentschker eröffnen uns neue Chancen, die wir nützen wollen und werden. Wir sind bereit, den Weg des Wachstums auch 2021 und darüber hinaus weiterzugehen.“