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Kinder und Jugendlichen sind einsamer, haben Schwierigkeiten sich zu motivieren und Schlafprobleme. Foto: Klipp/Pixabay

AK-Präsident Josef Pesserl (r.) mit Petra Ruprechter-Grofe, Leiterin der Landesgruppe Steiermark des Berufsverbandes Österreichischer Psychologen und Josef Zollneritsch, Leiter der Abteilung Schulpsychologie und Schulärztlicher Dienst in der Bildungsdirektion. Foto: AK Stmk/Temmel

AK-Präsident Josef Pesserl (r.) mit Petra Ruprechter-Grofe, Leiterin der Landesgruppe Steiermark des Berufsverbandes Österreichischer Psychologen und Josef Zollneritsch, Leiter der Abteilung Schulpsychologie und Schulärztlicher Dienst in der Bildungsdirektion. Foto: AK Stmk/Temmel

„Wir wissen, dass besonders Kinder und Jugendliche massiv unter der Corona-Pandemie leiden. Viele von ihnen brauchen rasche und niederschwellige Hilfe, die das Projekt Help4You in Zukunft bietet. Wir freuen uns, ein Teil dieses wichtigen Projektes zu sein und unsere Expertise einzubringen“, sagen die Experten unisono. Der Bedarf sei riesig.

„Wir wissen, dass besonders Kinder und Jugendliche massiv unter der Corona-Pandemie leiden. Viele von ihnen brauchen rasche und niederschwellige Hilfe, die das Projekt Help4You in Zukunft bietet. Wir freuen uns, ein Teil dieses wichtigen Projektes zu sein und unsere Expertise einzubringen“, sagen die Experten unisono. Der Bedarf sei riesig.

Psyche leidet: mehr und mehr Schüler durch Pandemie betroffen

Mittwoch, 14. April 2021

Hilfsprogramm vom Land – Fehlanzeige. Situation ist katastrophal.

Der Schutz und die Sorge vor einer Covid-19-Ansteckung ist das eine – und da gibt’s eine Menge an Hilfsmaßnahmen. Für die zunehmenden psychischen Probleme durch Homeschooling, Distance-Learning bei den 125.000 Schülern und Jugendlichen in der Steiermark gibt es kein landesweites Hilfsprogramm. Das ist die andere Seite der Medaille. Und damit mittelfristig die weit größere Sorge für die Zukunftsgeneration.

„Das, was wir tun, kann nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Aber wir wollen das Bewusstsein für diese Problematik wachrütteln“, erklärte heute AK-Präsident Josef Pesserl vor Journalisten in Graz die Initiative „Help4You – Schnelle Hilfe von Profis für Kinder und Jugendliche“. An seiner Seite Josef Zollneritsch, Leiter der Abteilung Schulpsychologie und Schulärztlicher Dienst in der Bildungsdirektion und Petra Ruprechter-Grofe, Leiterin der Landesgruppe Steiermark des Berufsverbandes Österreichischer Psychologen.

Alle drei – der Unterstützungsverein der Schulpsychologie Steiermark, die AK Steiermark und der Berufsverband Österreichischer Psychologen – investieren daher in die Sofortmaßnahme „Help4You“. „Wir wissen, dass besonders Kinder und Jugendliche massiv unter der Corona-Pandemie leiden. Viele von ihnen brauchen rasche und niederschwellige Hilfe, die das Projekt Help4You in Zukunft bietet. Wir freuen uns, ein Teil dieses wichtigen Projektes zu sein und unsere Expertise einzubringen“, sagen die Experten unisono. Der Bedarf sei riesig.

Mit dem Projekt „Help4You“ könne man zumindest 30 Behandlungsbehandlungsplätze mit je 10 Stunden finanziell unterstützen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, die durch Corona in psychische Nöte geraten sind. Anmeldung unter www.schulpsychologenakademie.at/help4you

Aus der AK-Schulkostenstudie, einer Dauerbefragung mit über 1.600 Eltern, geht klar hervor, dass die vielen Wochen des Lockdowns und die Schließungen der Schulen die Familien sehr stark belasten. Die Kinder und Jugendlichen sind einsamer, haben Schwierigkeiten sich zu motivieren und Schlafprobleme. Erschreckenderweise ist bereits jedes zweite Kind bzw. Jugendlicher betroffen. AK-Präsident Josef Pesserl verweist nicht nur auf die katastrophale Beratungssystem in der Steiermark für Jugendliche, sondern fordert von der Bundes- und Landesregierung entsprechende Hilfsprogramme. Diese müssten flächendeckend greifen. „Es geht um unsere Zukunftsgeneration.“

Josef Zollneritsch, Leiter der Abteilung Schulpsychologie und Schulärztlicher Dienst in der Bildungsdirektion, verweist darauf, dass vom Land her bis jetzt keine weiteren Möglichkeiten erkennbar sind, die Beratungsdienste der bestehenden 24 eingesetzten Psychologen aufgrund der Covid-19-Pandemie aufzustocken. Ressort-zuständig für sämtliche Schulen in der Landesregierung ist Juliane Bogner-Strauß. Von ihrem Ressort gab es bis Redaktionsschluss (16 Uhr) noch keine Stellungnahme.

Von der Bildungsdirektion (Land Steiermark) heißt es, dass der schulpsychologische Beratungsdienst zeitlich ausgeweitet wurde. Dieser ist von 8 bis 20 Uhr und Samstag Vormittag im Einsatz (Weitere Infos: https://www.bildung-stmk.gv.at/service/schulpsychologie.html). Man verweist auch auf die Fördermaßnahmen des Bundes hinsichtlich Unterricht und digitaler Ausstattung. Auch diese Maßnahmen sollten Schülern helfen, ihre Probleme besser in den Griff zu bekommen.