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Gerald Brettschuh und seine Frau Christiane. Fotos (5): Pachernegg

Ein Brennnessel-Stoff für einen Anzug – das war ein sehnlichster Geburtstagswunsch von Gerald Brettschuh. Diesen erfüllten ihm Franz Wuthe, der Freundeskreis „Stammtisch der Exil-Arnfelser“ und das Steiermarkmagazin KLIPP. Der Stoff kam aus Nepal mit etlichen bürokratischen Hürden gerade noch rechtzeitig nach Graz. Im Bild: Franz Wuthe, Träger des ersten Brennnessel-Anzugs mit Gerald Brettschuh. Foto: Klipp

Ein Brennnessel-Stoff für einen Anzug – das war ein sehnlichster Geburtstagswunsch von Gerald Brettschuh. Diesen erfüllten ihm Franz Wuthe, der Freundeskreis „Stammtisch der Exil-Arnfelser“ und das Steiermarkmagazin KLIPP. Der Stoff kam aus Nepal mit etlichen bürokratischen Hürden gerade noch rechtzeitig nach Graz. Im Bild: Franz Wuthe, Träger des ersten Brennnessel-Anzugs mit Gerald Brettschuh. Foto: Klipp

Kulturstadtrat Günter Riegler, Gerald Brettschuh, LH Hermann Schützenhöfer und Steiermarkhof-Kulturreferent Johann Baumgartner.

Kulturstadtrat Günter Riegler, Gerald Brettschuh, LH Hermann Schützenhöfer und Steiermarkhof-Kulturreferent Johann Baumgartner.

... bei der Geschenkübergabe mit Gunther Hasewend.

... bei der Geschenkübergabe mit Gunther Hasewend.

Vernissage_GB Pachernegg Photographie 01 8

Brettschuh-Schau im Steiermarkhof in Graz

Freitag, 21. Mai 2021

Orden der Republik und Brennnessel-Stoff aus Nepal als Geschenk

700 Besucher drängten sich vor fünf Jahren bei Gerald Brettschuhs Ausstellungseröffnung im Steiermarkhof in Graz. Corona ließ gestern zur Bilder-Schau „Der Kosmos des Gerald Brettschuh“ anlässlich seines 80. Geburtstages nicht mehr als 100 zu. Die Vernissage wurde daher auch über Live-Stream übertragen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer überreichte dem „Maler-Rebell“ das vom Bundespräsidenten verliehene „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“. Er würdigte Brettschuhs Arbeiten mit den Landschafts- und Menschen-Motiven und seine sprichwörtliche „Bodenständigkeit“.

Der in Arnfels in der Südsteiermark geborene und aufgewachsene Gerald Brettschuh zählt zu den anerkanntesten bildenden Künstlern Österreichs. Einen Querschnitt aus seinem Arbeitsschaffen zeigt eben nun die Schau in der Hofgalerie im Steiermarkhof (bis 15. Juli) und parallel dazu im Bildungshaus Schloss St. Martin (bis 1. Juli), wo Brettschuhs Grafiken und Zeichnungen zu sehen sind.

Brettschuh lebt und arbeitet seit den 1970er-Jahren in Arnfels. Dort, in seinem Geburtsort, ist ein Kulturzentrum mit angeschlossener Brettschuh-Galerie geplant. Dafür hat die Familie mit dem Ankauf des „Haus Arnfels“ und einem weiteren Objekt mit kleinem Park bereits den Grundstein gelegt. Es ist das ehemalige größte Kaufhaus mitten im Ort, das bereits umfangreich restauriert wird.

Im Erdgeschoß soll das Kulturzentrum der Gemeinde entstehen – mit einer natürlichen Felswand als spektakulären Abschluss und „Hintergrund“. Im ersten Stock wird es dann die Brettschuh-Galerie geben, wie Brettschuhs Frau Christiane – sie ist selbst Architektin – bei der Vorstellung des Vorhabens erklärte.

Gunther Hasewend, selbst gebürtiger Arnfelser, Brettschuh-Freund und ehemaliger Landesbaudirektor, ist einer der Mit-Initiatoren: „Es wäre für Arnfels ein bedeutsamer Schritt in eine gute Zukunft.“ Das Land Steiermark prüft zur Zeit die Möglichkeiten der Unterstützung. An das Kulturzentrum soll ein Gästehaus und der bereits im Aufbau befindliche Skulpturenpark anschließen.

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