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Foto: Ludwig Wüst

Foto: ARGE Schwarz

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Mit einem zweiteiligen Mini-Special ergeht eine Grußnote zum 75. Geburtstag an Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Ein TV-Film, der Proteste auslöste, ein Beitrag des TV-Jugendmagazins „Kontakt“, eine Kollaboration mit VALIE EXPORT und zahlreiche salopp recherchierte Onlinearchivalien quer durch die Jahrzehnte bilden die Teile eines Puzzles, das es ermöglichen soll, einige der wichtigsten Themen Jelineks zu erkunden. 
 Foto: ORF-Archiv

Mit einem zweiteiligen Mini-Special ergeht eine Grußnote zum 75. Geburtstag an Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Ein TV-Film, der Proteste auslöste, ein Beitrag des TV-Jugendmagazins „Kontakt“, eine Kollaboration mit VALIE EXPORT und zahlreiche salopp recherchierte Onlinearchivalien quer durch die Jahrzehnte bilden die Teile eines Puzzles, das es ermöglichen soll, einige der wichtigsten Themen Jelineks zu erkunden. Foto: ORF-Archiv

Foto: Oliver Ressler

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Foto: sixpackfilm

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Ein abwechslungsreiches Programm

Freitag, 28. Mai 2021

Die Diagonale’21

Nach mehr als zwei Jahren kehrt das Festival des österreichischen Films vom 8. bis 13. Juni nach Graz zurück und breitet sich entlang der gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen mehr als bisher über die steirische Landeshauptstadt aus. An neuen Orten und zusätzlichen Spielstätten feiert die sechstägige Diagonale’21 den österreichischen Film und das Kino.

Das Programm der unter außergewöhnlichen Vorzeichen stattfindenden 24. Festivaledition in Graz stellten die beiden Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber nun in Graz und in Wien vor. Im Filmwettbewerb, dem Herzstück des Festivals, zeigt die Diagonale’21 108 aktuelle österreichische Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Animations- und Experimentalfilme und vergibt Österreichs höchstdotierte Filmpreise, allen voran die Großen Diagonale-Preise des Landes Steiermark für den besten Kinospielfilm und den besten Kinodokumentarfilm des Festivals sowie den Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz. Außergewöhnlich sind die Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr schon allein deshalb, weil sie nach einem beinahe „monothematischen Jahr“ den Blick (wieder) weiten.

Beat- und Anarchoautorinnen, Clowns, Enfants terribles und eine Buhlschaft. Vom Musikunderground über Berliner Künstlerkaschemmen in die Wiener Vorstadtunterwelt und von dort auf die Straßen der Motorcity Detroit. Der Wettbewerb der Diagonale’21 ist eine Einladung – zum grenzüberschreitenden Leinwandtrip durch Länder und Biografien. Zum Miteinanderschauen, (Sich-)Anschauen und Zuschauen“, so die beiden Festivalleiter Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber.

Eröffnung und Galapremieren in der Helmut List Halle
Erstmals wird das größte temporäre Kino des Landes – die Helmut List Halle – bei der Diagonale’21 an zwei Tagen des Festivals bespielt. Nach der Österreichpremiere von Arman T. Riahis Fuchs im Bau (AT 2020) im Zuge des Eröffnungstages am 8. Juni erfahren die Spielfilme Me, We (R: David Clay Diaz, AT 2020) und SARGNAGEL (R: Sabine Hiebler, Gerhard Ertl, AT 2021) am 9. Juni ihre Uraufführung in der in Schachbrettbelegung bespielten und somit für knapp 600 Personen geöffneten Helmut List Halle.

Auch die Vergabe des Großen Diagonale-Schauspielpreises 2021 an Christine Ostermayer erfolgt im Rahmen der festlichen Eröffnung am 8. Juni (18.30 Uhr). Aufgrund der gesetzlichen Sperrstunden- und Abstandsregelung eröffnet das Festival des österreichischen Films mit zwei aufeinanderfolgenden Vorstellungen. Nach Absage der Diagonale’20 wird auch Ursula Strauss den Großen Diagonale-Schauspielpreis am 8. Juni persönlich entgegennehmen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen der ersten Vorstellung um 13.30 Uhr.

Diagonale im Dialog
Verena Altenberger, Alexandra Augustin, Ute Baumhackl, Katrina Daschner, David Clay Diaz, Stefan Grissemann, Jessica Hausner, Voodoo Jürgens (David Öllerer), Dominik Kamalzadeh, Martina Kudláček, Leopold Lummerstorfers, Lukas Miko, Michael Omasta, Ulrike Ottinger, Valerie Pachner, Claudia Slanar und Barbara Zeman – Begegnungen mit zentralen Figuren des (heimischen) Filmschaffens ermöglicht seit 2017 die Reihe Diagonale im Dialog. Mit Gesprächen zu eingangs oder nachfolgend gezeigten Filmen öffnet sich der Kinoraum seither für anregende Diskussionen.

Canale Diagonale – Kino für zu Hause
Unter dem Label Canale Diagonale stellt das Festival des österreichischen Films den Kinovorstellungen in Graz in diesem Jahr ein umfangreiches Digitalangebot mit kuratierten Kollektionen (Flimmit, KINO VOD CLUB und DAFilms), einmaligen Onlinepremieren (FM4 und Ö1) sowie punktuellen Liveübertragungen der Branchen- und Publikumsdiskussionen (Diagonale Film Meeting und Let’s talk about scripts!) zur Seite. Erstmals wird auch die Preisverleihung der Diagonale als vor Ort produzierte Show ausgestrahlt: Die Große Diagonale-Preisrevue (R: Sebastian Brauneis) ist am 13. Juni um 20.15 Uhr im Livestream der Kleinen Zeitung, auf der Website von FM4, in der TVthek (ORF III) sowie um 00.10 Uhr ebendort auf Sendung zu sehen.

Historisches Special: Sehnsucht 20/21 – Eine kleine Stadterzählung
Die 21 Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme des bereits für die Diagonale’20 vorgesehenen historischen Specials führen an Orte, die das Wechselspiel zwischen gebauter und gelebter Stadt nachvollziehbar machen – vom Gemeindebau im Roten Wien bis an den Hausmeisterstrand an der oberen Adria, von der idyllischen Provinz über die städtische Peripherie und weiter in die Megastädte dieser Welt, vom verheißungsvollen Manhattan bis in die zwielichtige Unterwelt Frankfurts oder die buntesten Ecken des queeren Opernmilieus. Ein gemeinsames Special von Diagonale, Filmarchiv Austria, Österreichischem Filmmuseum und ORF-Archiv.

Displaced Persons: Keine Heimat, nirgendwo!
Parallel zum historischen Special und mit Blick auf aktuelle Ereignisse soll das von SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien präsentierte Programm an historische Migrationsbewegungen erinnern, mit Filmen, die das Leben der sogenannten Displaced Persons in den Lagern thematisieren und von emigrierten Filmschaffenden gemacht wurden.

Elfriede Jelinek: Zum Geburtstag
Mit einem zweiteiligen Mini-Special ergeht eine Grußnote zum 75. Geburtstag an Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Ein TV-Film, der Proteste auslöste, ein Beitrag des TV-Jugendmagazins „Kontakt“, eine Kollaboration mit VALIE EXPORT und zahlreiche salopp recherchierte Onlinearchivalien quer durch die Jahrzehnte bilden die Teile eines Puzzles, das es ermöglichen soll, einige der wichtigsten Themen Jelineks zu erkunden.