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Gerhard Koch (ORF), Christine Podlipnig, Michael Kreuhsler, Sophia Knaus und Saubermacher-Gründer Hans Roth beim Aussetzen der ersten Fische am ORF-Teich (v.l.). Foto: Saubermacher

ORF-Funkhausteich: Schritt für Schritt zum Naturparadies

Freitag, 21. Mai 2021

Natur in allen Facetten: Der Teich im Funkhauspark wird eine Oase des Lebens. Umweltschonende Maßnahmen, Trockenlegung in der Frostperiode, Reduktion des Gelegegürtels und der jetzige Fischbesatz sind Schritte zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes. Zusätzlich tragen ausgesuchte heimische Wildblumen im Uferbereich zu einer größeren Artenvielfalt bei.

Der Funkhausteich drohte zu verlanden. Um diesen Prozess möglichst einzudämmen, wurden im zeitigen Frühjahr Teile des Schilfgürtels auf mechanische Art und Weise dezimiert. Dabei wurden – so wie früher in der Teichwirtschaft üblich – Pflanzen mit der Wurzel per Hand entfernt. Für die Entsorgung von immerhin rund 15 m³ organischem Material sorgte die Firma Saubermacher. Etwa die Hälfte der Gelegepflanzen im Uferbereich blieb aus naturschutzfachlichen Gründen erhalten. Weitere Schritte waren die Aktivierungsentkalkung auf nassem Teichgrund und zeitgerechte Befüllung des Teiches vor der Krötenwanderung.

Abgestimmt auf das Wasservolumen ist ein ausgewogenes Verhältnis von Pflanzen und Tieren im Lebensraum Teich notwendig, um hier ein ökologisches Gleichgewicht zu erzielen. Bei künstlichen Gewässern oft nicht leicht zu erreichen und auch zu erhalten. Nimmt ein Parameter überhand, kann das System kippen. Der Verein Blühen&Summen zieht daher all diese Parameter mit ein. Einen Beitrag dazu können auch pflanzenfressende Fischarten leisten, sie fressen mit Vorliebe junge Triebe von Gelegepflanzen, wie etwa Schilf oder Seggen. Durch dieses Verhalten wird einer weiteren Ausbreitung und somit Verlandung auf biologische Art und Weise entgegengewirkt.

Zusätzlich zu Binsen, die zur allgemeinen Wasserreinigung beitragen, werden im Uferbereich feuchtigkeitsliebende heimische Wildpflanzen gesetzt. Der Blutweiderich wird mit seinen leuchtend dunkelrosa Blüten für schöne Farbakzente sorgen. Als wertvoller Nektarspender werden seine Blüten von Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlingen besucht. Christine Podlipnig, Projektleitern der Aktion Wildblumen: „Mit all diesen Maßnahmen unserer weiteren Begleitung bleibt dieses natürliche Kleinod ein Hotspot der Artenvielfalt im Grazer Stadtgebiet – ein durchaus wertvolles Projekt passend zur Woche der Artenvielfalt.