123_20181016-IMG_7237 klein Logo

Im Herbst 2018 war Friedrich Kleinhapl Teil des Eröffnungsprogramms der KLIPP-Ausstellung „Stille Helden“ in der Kathedrale in Gent und begeisterte mit seinem Auftritt das Publikum. Fotos: Heimo Ruschitz

„Ungewöhnlich, gewiss extrem und radikal, aber immer hochgradig spannend“, heißt es im Bayerischen Rundfunk über Kleinhapls Spielkunst.

„Ungewöhnlich, gewiss extrem und radikal, aber immer hochgradig spannend“, heißt es im Bayerischen Rundfunk über Kleinhapls Spielkunst.

Plakat

Geschichtenerzähler mit Cello

Freitag, 25. Juni 2021

Schloßbergbühne Kasematten, 21. Juli

Friedrich Kleinhapl und Andreas Woyke holen am 21. Juli (Beginn 19:00 Uhr) auf den Kasematten in Graz das im Vorjahr geplante Beethoven-Jubiläumskonzert – Corona verhinderte das – nach. Das Duo gastiert mit Beethovens fünf bahnbrechenden Cello-Sonaten. „Das vorige Jahr war ein Horror und daher freue ich mich riesig“, so Friedrich Kleinhapl.

Im Herbst 2018 war Friedrich Kleinhapl Teil des Eröffnungsprogramms der KLIPP-Ausstellung „Stille Helden“ in der Kathedrale in Gent und begeisterte mit seinem Auftritt das Publikum.

Beethovens fünf Cellosonaten nennt man auch „The Big Five“. Kleinhapl: „Beethovens Cellosonaten stürmen durch alle Gefühle und gleich um hundert Jahre in die Zukunft. Sie reißen mit – in alle Höhen und Tiefen. Und sie legen die Latte hoch – für alle – die Komponisten wie die Musiker – damals wie heute. Beethoven spielen heißt für uns nicht seine Ecken und Kanten zu vertuschen und zu beschönigen. Ganz im Gegenteil: es geht für uns darum seine Zerrissenheit und seine inneren Kämpfe zu fühlen und zu spüren – dann plötzlich beginnt seine Musik zu rocken und zu grooven.“

Ungewöhnlich, gewiss extrem und radikal, aber immer hochgradig spannend“, heißt es im Bayerischen Rundfunk über Kleinhapls Spielkunst.

Mit sieben Jahren spielte er zum ersten Mal auf dem Cello. Kleinhapl durchlebte als Kind schwere Krankheitsphasen. „Mein Homöopath, der mich behandelt hat, sagte, dass Cello war für mich notwendig, war eine Art Selbstheilungsinstrument. Heute kann ich das gut nachvollziehen, denn es gibt kein Musikinstrument, das so direkt am Menschen, am Herzen liegt. Es entspricht auch stark der menschlichen Stimme und man kriegt gleichsam eine Resonanz und eine Schwingung mit dem Instrument.“

Oft und oft kam es in seiner Karriere zu Situationen, die r dachte, nicht bewältigen zu können. Etwa wenn sein Cello auf irgendeinem Flugplatz im Zoll liegen bliebt, er mit einem ihm nicht vertrauten Instrument auftreten musste oder die Anreise zum Konzert nicht wie geplant verlief. „Da habe ich oft gedacht: Das geht nicht. Aber die Auftritte waren erfolgreich und nachher hatte ich oft das Gefühl eines sogar magischen Augenblicks. Das gelang, weil ich die Gegebenheiten, die Umstände in meine Welt hineingelassen habe, mir keine Grenzen setzte.“

096_20181016-IMG_3520 klein Logo