syringe-5917297_1920

Für alle genannten Bereiche gilt: Ist ein Bewerber nicht geimpft, führt dies zu keiner Benachteiligung im Auswahlprozess, wenn die jeweilige Person die Impfung nachholt. Dafür wird ein Zeitraum von drei Monaten zur Erreichung der vom Nationalen Impfgremium definierten Vollimmunisierung durch Impfung gewährt. Eine Person, der aufgrund von Vorerkrankungen oder anderer Umstände ärztlich bestätigt von einer Impfung abgeraten wird, wird im Bewerbungsprozess ebenfalls nicht benachteiligt und wird wie eine geimpfte Person angesehen. Foto: Klipp/Pixabay

„Gegen COVID-19 geimpfte Personen schützen nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Für den Landesdienst ist es uns besonders wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen wie auch jene Parteien, die mit unseren Bediensteten Kontakt haben, bestmöglich vor einer Ansteckung mit COVID-19 geschützt werden“, betont Personallandesrat Christopher Drexler. Foto: Heimo Ruschitz

„Gegen COVID-19 geimpfte Personen schützen nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Für den Landesdienst ist es uns besonders wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen wie auch jene Parteien, die mit unseren Bediensteten Kontakt haben, bestmöglich vor einer Ansteckung mit COVID-19 geschützt werden“, betont Personallandesrat Christopher Drexler. Foto: Heimo Ruschitz

Immunisierte haben Vorrang bei Neuaufnahmen

Dienstag, 29. Juni 2021

Land Steiermark trifft weitreichende Entscheidung. Impfpflicht durch „Hintertür“.

Die Steiermärkische Landesregierung hat in den vergangenen Tagen intensiv mit Expertinnen und Experten beraten, welche Maßnahmen gesetzt werden können, um die Durchimpfungsrate unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes sowie landesnaher Einrichtungen in Bezug auf die COVID-19-Schutzimpfung weiter zu erhöhen. Man ist dabei zum Ergebnis gekommen, dass die COVID-19-Schutzimpfung insbesondere bei Neuaufnahmen in die Landesverwaltung, Sozial- und Behinderteneinrichtungen, die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft mbH (KAGes) und in Bildungseinrichtungen zu einem wesentlichen Anstellungs-Kriterium werden soll.

Bei Neueinstellungen in den Landesdienst und die genannten Einrichtungen wird es künftig eine Bevorzugung jener Bewerber geben, die vollständig gegen COVID-19 geimpft sind. Diese Regelung gilt für Job-Ausschreibungen ab August. „Gegen COVID-19 geimpfte Personen schützen nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Für den Landesdienst ist es uns besonders wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen wie auch jene Parteien, die mit unseren Bediensteten Kontakt haben, bestmöglich vor einer Ansteckung mit COVID-19 geschützt werden“, betont Personallandesrat Christopher Drexler.

Für alle genannten Bereiche gilt:
Ist ein Bewerber nicht geimpft, führt dies zu keiner Benachteiligung im Auswahlprozess, wenn die jeweilige Person die Impfung nachholt. Dafür wird ein Zeitraum von drei Monaten zur Erreichung der vom Nationalen Impfgremium definierten Vollimmunisierung durch Impfung gewährt. Eine Person, der aufgrund von Vorerkrankungen oder anderer Umstände ärztlich bestätigt von einer Impfung abgeraten wird, wird im Bewerbungsprozess ebenfalls nicht benachteiligt und wird wie eine geimpfte Person angesehen.

Mit dem gewählten Verfahren bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern geht man beim Land und den übrigen Organisationen und Einrichtungen davon aus, dass der Gleichheitsgrundsatz nicht verletzt wird – es also zu keiner Diskriminierung von Bewerbern kommt, die sich aus persönlichen Gründen nicht impfen lassen möchten. Nach derzeitigem Stand hat sich damit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mit seiner Haltung durchgesetzt. Dieser hat ja schon vor Monaten die Impfpflicht zur Diskussion gestellt. Nun kommt es zur Einführung quasi über den Umweg, sprich, salopp formuliert, über die Hintertür. Erst die Zukunft wird zeigen, inwieweit es zu rechtlichen Schritten von Bewerbern kommen könnte, die sich dennoch diskriminiert fühlen.