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WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg präsentieren das neue Wirtschaftsbarometer – mit erfreulichen Ergebnissen: Sämtliche Trendpfeile in dieser großen Konjunkturumfrage zeigen in der Steiermark aktuell wieder nach oben. Foto: Fischer

Optimismus steigt wieder

Mittwoch, 30. Juni 2021

Steirische Konjunktur nach Pandemie

Sämtliche Konjunkturdaten – ob Umsatz, Auftragslage, Investitionen oder Beschäftigung – im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark zeigen deutlich nach oben. Wiewohl das Konjunkturniveau vor der Pandemie bei weitem noch nicht erreicht ist. Aber ein deutliches Zeichen, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sein dürfte, so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.

Ein Effekt, der allerdings für Unruhe sorgt: Steil nach oben geht es mit den Preisen. Grund dafür dürften unter anderem die Lieferkettenprobleme und eine deutliche Preiszunahme bei den Rohstoffen sein. Für die kommenden zwölf Monate gehen mehr als die Hälfte der befragten Betriebe im Rahmen des Wirtschaftsbarometers von einer Preiserhöhung und nur knapp fünf Prozent von Preissenkungen aus. Bei den Investitionen spielen vor allem die Bereiche Digitalisierung und Innovation eine wesentliche Rolle.

Rückblickend auf die Hochphase der Corona-Pandemie meint die WKO-Führung, dass man gemeinsam mit den Sozialpartnern viele Maßnahmen setzte, die schlimmere wirtschaftliche Auswirkungen verhindert haben. Als Beispiele werden die Abwicklung des Härtefallfonds oder die Logistik bei der Verteilung von kostenlosen Antigentests für Betriebe genannt.

Was die Beschäftigung angeht, so plant knapp ein Drittel der Unternehmen in naher Zukunft die Aufnahme weiterer Mitarbeiter. Am schlimmsten betroffen durch die Pandemie waren Ein-Personen-Unternehmen. Diese schätzen auch die Entwicklung für die kommenden zwölf Monate nicht besonders gut ein. Mehr als jedes fünfte Ein-Personen-Unternehmen geht von einer noch immer nachteiligen Entwicklung aus.

Trotz der Verbesserung am Arbeitsmarkt geht man in 80 Prozent der steirischen Unternehmen für dieses und das kommende Jahr von einem Fachkräftemangel aus.