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Im Kindergarten Ghegagasse in Graz wurde mit großer Begeisterung gegartelt. Motto: Säen, pflegen, gießen und genießen! Am Foto die Kindergärtnerinnen Susanne Schenk (m.) und Heidi Singer (r.) mit ihren „Sprösslingen“. Foto: LK-Stmk/Danner

1.500 Grazer Kinder im Erntefieber

Montag, 12. Juli 2021

Durch Gemeinsames „Garteln“ mehr gesundes Gemüse essen

Woher stammt eigentlich das frische, knackige Gemüse, das zu Hause so selbstverständlich auf den Tisch kommt? Wie wird es angebaut – und was muss getan werden, damit es so gut schmeckt? Mit diesen Fragen beschäftigten sich in den vergangenen Monaten auf die Initiative „Vom Säen zum Ernten“ der steirischen Landwirtschaftskammer und der heimischen Gemüsebauern rund 1500 Kinder in fast 30 Kindergärten, Volksschulen und Horten in Graz und Umgebung. „Seit Mai wurde gemeinsam gepflanzt, gesät, gegossen, Unkraut gezupft und schließlich wurden – als Höhepunkt – die knackigen Radieschen, die frischen Karotten, die süßen Erbsen, der köstliche Grazer Krauthäuptel und vieles mehr verkostet“, erzählt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein.

Kinder „garteln“ mit großem Eifer
„Es ist wunderbar, die Begeisterung der Kinder zu sehen! Die Erde spüren, selbst säen, gießen, pflegen und schließlich ernten und bewusst genießen – nur durch das eigene Erleben bekommen die Kinder engen Bezug zu unseren wertvollen Lebensmitteln. Und sie gehen achtsamer und respektvoller damit um. Gerne sind wir nächstes Jahr wieder dabei!“, ist Susanne Schenk, Leiterin des Kindergartens Ghegagasse in Graz vom Eifer der Kinder begeistert.

Nach der coronabedingten Zwangspause konnte das Projekt 2021 wieder durchgeführt werden. „Weil mehr Gemüse auf dem Teller gut für unsere Gesundheit und für unser Klima ist, haben wir 2017 dieses Projekt ins Leben gerufen. Seither haben über 60 Schulen, Kindergärten und Horte mit rund 5.000 Kindern daran teilgenommen“, zieht Fritz Rauer, Obmann der steirischen Gemüsebauern eine erste Zwischenbilanz. Und sein Stellvertreter Markus Hillebrand ergänzt: „Das gemeinsame „Garteln“ macht den Kindern Spaß. Und es soll den teilweise geringen Gemüseverzehr speziell in jener Lebensphase erhöhen, in der die Essgewohnheiten der Kinder geprägt werden.“