StR Kurt Hohensinner

„Das letzte Jahr zeigt, dass es gerade jetzt unbürokratische Hilfe braucht“, so Hohensinner. Zahlreiche Menschen haben sich gemeldet: Einige konnten an andere Stellen weitergeleitet oder mit Leistungen aus den gesetzliche Hilfeleistungen unterstützt werden. Bei 139 Personen wurde eine Leistung aus dem Sozialfonds „Graz hilft“ ausbezahlt. Foto: Stadt Graz / Fischer

1 Jahr Sozialfonds „Graz hilft“

Mittwoch, 21. Juli 2021

Für heuer noch rund 110.000 Euro verfügbar

Vor gut einem Jahr wurde durch einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss der neue Sozialfonds „Graz hilft“ eingeführt. „Die Stadt Graz verfügt über ein sehr dichtes, soziales Netz. In dieser Regierungsperiode haben wir uns dazu bekannt, dieses Netz weiter auszubauen und, wo es möglich ist, noch engmaschiger zu knüpfen“, sagt Bürgermeister Siegfried Nagl. Sozialstadtrat Kurt Hohensinner ergänzt: „In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht, um Graz noch sozialer zu machen. Der neue Sozialfonds ‚Graz hilft‘ war und ist ein weiterer großer Meilenstein.“ Mit ein Hintergrund für die Einrichtung eines solchen Fonds waren die Erfahrungen der Sozialsprechstunde, die einmal wöchentlich im Büro des Sozialstadtrats abgehalten wird. „Notsituationen können jeden treffen und sind oft sehr individuell“, weiß Hohensinner, „immer wieder gab es deshalb auch Fälle, bei denen das gesetzliche Hilfssystem nicht ausgereicht hat oder eine Hilfestellung aus diversen Gründen erst gar nicht möglich war.“ Genau an diesem Punkt setzt „Graz hilft“ an. Ziel ist es, Menschen in Notsituationen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, sie aber nicht in dauerhafte Abhängigkeit vom Sozialsystem führen. So muss die Notsituation nachgewiesenerweise unverschuldet zustande gekommen sein. Außerdem ist eine Unterstützung nur alle fünf Jahre möglich. Im vergangenen Jahr war der Sozialfonds mit 100.000 Euro, im Jahr 2021 ist er mit 150.000 Euro gefüllt. Davon stehen im heurigen Jahr noch 110. 000 Euro für weitere Fälle zur Verfügung.