kleinRadverkehrsstrategie

Präsentierten heute Vormittag gemeinsam die Entwicklungen zur Radverkehrsstrategie 2025 (v.l.): Bürgermeister Franz Jost (Fürstenfeld); LH-Stv. Anton Lang und Mario Abl (Trofaiach). Foto: Land Steiermark

Fahrrad auf der Überholspur

Montag, 05. Juli 2021

Immer mehr Städte und Gemeinden denken um

2016 brachte Anton Lang als Verkehrslandesrat im Steiermärkischen Landtag die Radverkehrsstrategie 2025 zur Beschlussfassung ein. Nun zog er nach fünf Jahren eine erfolgreiche Bilanz: „Unsere Strategie geht auf. Immer mehr steirische Gemeinden haben den Wert von sanfter Mobilität für die Lebensqualität in Stadt- und Ortskernen erkannt und denken um.“ Aktuell sind landesweit 21 Großprojekte zum Ausbau der Radwege-Infrastruktur in Umsetzung und in Vorbereitung, die Gesamtinvestitionen dieser Vorhaben belaufen sich auf mehr als 200 Millionen Euro.

Radoffensive Graz 2030
Für das aktuell größte Radverkehrsprojekt Österreichs, die Radoffensive Graz 2030, wurde unter Leitung des belgischen Stadt- und Mobilitätsplaners Stefan Bendiks (Büro Artgineering, Brüssel) ein Masterplan entwickelt. Fünf steirische Planungsbüros arbeiten auf dieser Grundlage an den einzelnen Sektoren des Netzes. 90 Streckenabschnitte auf 43 Teilstücken mit einer Routenlänge von rund 100 Kilometern sind bereits durchgeplant. Die Maßnahmen reichen von der Kennzeichnung „fahrradfreundlicher Straßen“ bis zu breiten und baulich getrennten Radschnellverbindungen. Der Schwerpunkt liegt 2021 auf Einreichplanungen. Erste Teilprojekte (z. B. Gradnerstraße, Sturzgasse) werden noch heuer umgesetzt. Die Gesamtkosten der Radoffensive Graz 2030 belaufen sich auf mindestens 100 Mio. Euro. Die Finanzierung des Millionen-Paketes teilen sich die Stadt Graz und das Land Steiermark.

Fördermittel auch für fahrradfreundliche Betriebe
Mit einem eigenen Förderungsprogramm (www.radland.steiermark.at/foerderung) unterstützt das Land die Entwicklung von Radverkehrskonzepten sowie die Planung und bauliche Umsetzung konkreter Maßnahmen, von der Errichtung neuer Radwege und Abstellanlagen bis zu Leitsystemen und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung. Die Fördermittel können nicht nur von Gemeinden in Anspruch genommen werden, sondern auch von Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad attraktiver machen wollen. Auch hier können unterschiedliche Maßnahmen gefördert werden wie beispielsweise die CFE*-Zertifizierungen als „Fahrradfreundlicher Betrieb“ oder die Errichtung von Abstellanlagen.