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Junge Landwirtschaft lässt aufhorchen. Sie greifen brennende Themen auf und leisten einen Beitrag zur Lösung. Fotos: LK-Stmk/Alexander Danner

Die Sprecher der jungen Landwirtschaft: Richard Judmaier, Nicole Zenz und Josef Kaiser (4,5,6.v.l.) mit Präsident Franz Titschenbacher (r.), Vizepräsidentin Maria Pein (l.) und Kammerdirektor Werner Brugner (2.v.l.)

Die Sprecher der jungen Landwirtschaft: Richard Judmaier, Nicole Zenz und Josef Kaiser (4,5,6.v.l.) mit Präsident Franz Titschenbacher (r.), Vizepräsidentin Maria Pein (l.) und Kammerdirektor Werner Brugner (2.v.l.)

Junge Landwirtschaft lässt aufhorchen

Dienstag, 27. Juli 2021

Die jungen Bäuerinnen und Bauern krempeln die Ärmel hoch. Sie packen die großen gesellschaftlichen Herausforderungen an und übernehmen Verantwortung für die Landwirtschaft von morgen. In Ihrem Manifest „Zukunft Junge Landwirtschaft“ greifen sie brennende Themen wie Klimakrise, Tierwohl, regionale Lebensmittelversorgung, Bodenversiegelung oder Fairness gegenüber ihrem Berufstand auf. Nicole Zenz, eine Sprecherin der Jungen Landwirtschaft: „Wir stellen uns den großen Zukunftsfragen und sind bereit, unseren Beitrag zur Lösung zu leisten. Wir sind für Gespräche und Diskussionen offen, wünschen uns aber auch, dass die Steirerinnen und Steirer ein Ohr für unsere Anliegen haben.“ Josef Kaiser aus Weitendorf ergänzt: „Bauer sein ist cool! Aber um Bauer bleiben und beispielsweise Tierwohlställe bauen zu können, brauchen wir die Unterstützung der Steirerinnen und Steirer und der Politik.“ Richard Judmaier aus Trofaiach betont: „Wir junge Landwirte gehen gerne neue, innovative Wege. Auch wenn es darum geht, der Klimakrise entgegenzuwirken. Mit unserer nachhaltigen Forstwirtschaft, unserem CO2-Speicher Holz oder dem Humusaufbau haben wir einen wesentlichen Schlüssel dazu in der Hand.“ Alle drei Sprecher der Jungen Landwirtschaft betonen, dass ihre engagierten Pläne und Vorhaben nur dann umzusetzen sind, wenn ihnen faire Voraussetzungen im Hinblick auf eine nachhaltige, zukunftsfitte land- und forstwirtschaftliche Produktion geboten werden.

„Mit ihrem Manifest ‚Zukunft Junge Landwirtschaft – Bauer sein ist cool! Bäuerin sein ist cool!‘ verschafft sich die bäuerliche Jugend in der Öffentlichkeit Gehör. Wir als Landwirtschaftskammer unterstützen das mit einer steiermarkweiten Informationskampagne“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. 650 Großplakate und Transparente in allen Teilen der Steiermark sollen einerseits Motivationsfaktor für die jungen Bäuerinnen und Bauern sein und andererseits die Bevölkerung für deren Anliegen sensibilisieren. Um diese erfreuliche Dynamik weiter zu forcieren, werden wir ab Herbst in einem nächsten Schritt in den steirischen Bezirken einen Jugend-Dialog durchführen. Ebenso starten wir im Herbst in den landwirtschaftlichen Fachschulen mit einer Innovationstour, bei der Initialzündungen für neue Ideen und Wege in der Land- und Forstwirtschaft gelegt werden sollen.

„Ich freue mich sehr, dass es in der steirischen Landwirtschaft so viele motivierte, engagierte und innovationsfreudige junge Menschen gibt. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, sie bei ihren zukunftsweisenden Plänen und Vorhaben tatkräftig zu unterstützen“, sagt Vizepräsidentin Maria Pein. „Sie sind die Landwirtschaft von morgen. Ohne den Einsatz und die zukunftsträchtigen Leistungen der jungen Bäuerinnen und Bauern, würden die steirischen Regionen ausbluten.“ 

Kammerdirektor Werner Brugner: „Der Blick nach vorne ist unerlässlich, um den großen Herausforderungen gewachsen zu sein. Eine gute Ausbildung und laufende Weiterbildung sowie eine vernetzte praxisorientierte Forschung und Beratung sind wesentliches Rüstzeug für eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft. Und genau dieses Rüstzeug stellen wir als bäuerliches Service- und Dienstleistungsunternehmen den jungen Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung.“