Almwirtschaft

Geschäftsführer Almwirtschaftsverein Rudi Grabner, LK-Präsident Franz Titschenbacher und Almbauer Alois Kiegerl (v.l.). Foto: Fischer.

Neuer Alm-Reiseführer bietet Informationen rund um den Ausflug auf die steirischen Almen. Im ALManach findet man interessante Insiderinformationen und wichtige Tipps für Freizeit, Urlaub oder die nächste Wanderung. Witterung und Großraubtiere macht den Almen zu schaffen. Foto: Almwirtschaftsverein

Neuer Alm-Reiseführer bietet Informationen rund um den Ausflug auf die steirischen Almen. Im ALManach findet man interessante Insiderinformationen und wichtige Tipps für Freizeit, Urlaub oder die nächste Wanderung. Witterung und Großraubtiere macht den Almen zu schaffen. Foto: Almwirtschaftsverein

Unsere Almen im Fokus

Freitag, 16. Juli 2021

Brandaktuelles Nachschlagwerk gibt Einblick in die Welt der Almen

Kein Bundesland hat so viele Almen wie die Steiermark. Mit dem ALManach liegt nun ein kleiner Reiseführer vor, der vom steirischen Almwirtschaftsverein herausgegeben wurde und der Einblick in die Welt der Almen gibt: Welche sind per Auto erreichbar, welche wollen erobert werden? Ob urige Hütte, abgelegener Geheimtipp oder beliebter Wander-Treffpunkt – die steirischen Almen bieten jedem etwas. Im ALManach werden 47 Almhütten mit Foto, Karte und Beschreibung vorgestellt. Es finden sich auch Angaben zur Erreichbarkeit, Familientauglichkeit, Gehzeit und Öffnungszeit der Hütten. Viel Raum wird der Bedeutung, Geschichte und Tradition der Almwirtschaft sowie dem Verhalten auf der Alm gegeben. Den ALManach gibt es unter Tel. 0316/8050-1424 oder rudolf.grabner@lk-stmk.at.

Almbilanz 2021
Die heurige Almsaison hat durch den kalten Mai zwei Wochen später begonnen. Und nach einigen Wochen zeigt sich bereits das nächste Problem: die Trockenheit. Das Futter wächst nicht nach und wird knapp. Sollte die Trockenheit anhalten, werden viele Tiere früher von der Alm kommen müssen. Die Auftriebszahlen sind heuer leicht gesunken, es werden etwa 43.000 Rinder auf den Almen sein.

Wolf-Probleme
Schockierende Nachrichten kommen von Almen aus ganz Österreich, wo sich Wölfe immer stärker ausbreiten und hunderte Tiere getötet oder verletzt haben. Auch in der Steiermark gibt es wieder Wolfsrisse. Eine Almwirtschaft wird so in Zukunft kaum mehr möglich sein. Das Leid der getöteten oder schwer verletzten Tiere veranlasst viele Almbauern ihre Tiere nicht mehr aufzutreiben.

Tag der Almen
Am Samstag, 17. Juli, sind freiwillige Helfer bereits zum siebenten Mal eingeladen, sich am „Tag der Almen“ zu beteiligen. Heuer sind 20 Almen dabei, wenn es darum geht, dass Almbauern und freiwillige Helfer gemeinsam ein Stück Alm pflegen. Ohne Almpflege würden übrigens jedes Jahr 1.000 Hektar wertvolle Alm verloren gehen.