Michael Ehmann_Daniela Schluesselberger_Patrick Trabi

Michael Ehmann, Daniela Schlüsselberger und Patrick Trabi mit dem Wahlplakat. Fotos: Patrick Neves

Daniela Schluesselberger_Michael Ehmann

2017 fehlten 155 Stimmen auf Stadtsenatssitz

Montag, 30. August 2021

Graz-Wahl am 26. September. SPÖ hofft auf mehr Erfolg und Glück.

„Die Stimmung ist spürbar besser für uns als beim letzten Mal. Das erleben wir bei den vielen Gesprächen und Kontakten draußen“, hofft Spitzenkandidat Michael Ehmann auf den Wiedereinzug der Grazer SPÖ in die Stadtregierung. Nur 155 Stimmen fehlten 2017 für einen Sitz in der siebenköpfigen Stadtregierung. Mit einem Stimmenanteil von 10,05 Prozent (-5,26 %) und 12.668 Stimmen erlebten die Sozialdemokraten und die frühere erfolgsverwöhnte Bürgermeister-Partei (Gustav Scherbaum, Alfred Stingl) ein Wahldesaster. Erstmals war die Grazer SPÖ damit in der Nachkriegszeit nicht mehr in der Stadtregierung (Stadtsenat) vertreten.

SP-Geschäftsführer und Wahlkampfleiter Patrick Trabi scheint es in den letzten Jahren aber zu gelingen, mit seinem jungen Team und einer Vielzahl von Bürgerkontakten auf Plätzen, in Lokalen, bei Diskussionen die Grazer SPÖ wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Spitzenkandidat Michael Ehmann hat mit der Listenzweiten Daniela Schlüsselberger eine Zukunftshoffnung zur Seite. Schon ihre berufliche Laufbahn ist ungewöhnlich und vorzeigbar: Elektroinstallateurin gelernt, viel auf Montage gewesen, dann berufsbegleitend der BULME-Abschluss (Ingenieur), darauf folgten ein FH-Studium und anschließend noch ein Master-Studium. Die 37-Jährige ist Mutter einer Tochter, 7, und lebt in einer Partnerschaft mit dem Vater. Beruflich ist sie mittlerweile Projektleiterin bei der Verbund AG (Hydro Power). Als Nummer 2 auf der Liste ist Daniela Schlüsselberger damit auch die kommende Klubobfrau der SPÖ im Grazer Gemeinderat.

Am Wochenende präsentierte Michael Ehmann gemeinsam mit Daniela Schlüsselberger die erste Plakatwelle vor dem SPÖ-Pavillon im Volksgarten. Im Zentrum stehen dabei das Verkehrskonzept der SPÖ Graz mit dem Motto „Jedem Bezirk seine eigene BIM“ und die Forderung nach beitragsfreien Kinderkrippen und Kindergärten.

„Wir haben die richtigen Antworten auf die Probleme in dieser Stadt. Unser Verkehrskonzept mit einer BIM in jedem Bezirk, der City S-Bahn, besserer Taktung und höheren Kapazitäten sorgt für eine Stadt ohne Stau und mit besserer Luft. Mit beitragsfreien Kinderkrippen und Kindergärten wollen wir die Grazerinnen und Grazer massiv finanziell entlasten. Wir sagen dem Flächenfraß den Kampf an und wollen mehr Grünflächen und leistbares Wohnen statt Luxus-Leerstand. Und wir fordern, dass pflegende Angehörige durch eine Anstellung bei der Stadt Graz sozial und finanziell abgesichert sind. Diese Forderungen und Visionen werden wir in den nächsten Wochen auch in Form von Plakaten öffentlich sichtbar machen“, so Ehmann.

„Das Thema der beitragsfreien Kinderkrippen und Kindergärten liegt mir besonders am Herzen. Als Mutter kenne ich die Kosten der Kinderbetreuung nur zu gut. Ich bin vor allem der Meinung, dass wir Kinderkrippen und Kindergärten viel mehr als Bildungseinrichtungen verstehen müssen. Damit alle Kinder in Graz die besten Bildungschancen bekommen, sind beitragsfreie Kinderkrippen und Kindergärten der richtige Weg. Die Kosten für die Stadt Graz sind mit 4 Millionen Euro pro Jahr sehr überschaubar. Das muss uns die Zukunft unserer Kinder wert sein“, so Schlüsselberger.