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v.l.: Horst Bischof (Vizerektor TU Graz), Paul Lang (Obmann Proholz Steiermark), LR Johann Seitinger, LRin Barbara Eibinger-Miedl, Richard Stralz (Aufsichtsratsvorsitzender Holzcluster Steiermark) und Christian Tippelreither (Geschäftsführer Holzcluster Steiermark). Foto: Christoph Hütter

20 Jahre Holzcluster Steiermark

Freitag, 10. September 2021

Innovation und Digitalisierung bringen Holz in die Pole-Position als Lösung für die Klimakrise

Der Holzcluster Steiermark ist seit 20 Jahren eine der wichtigsten Anlaufstellen für steirische Unternehmen der Holzbranche, die durch Innovation und Digitalisierung ihre Produktionsprozesse verbessern oder Produkte neu entwickeln wollen. Durch Vernetzung, Förderung und Entwicklung der Branche leistet der Cluster eine entscheidende Rolle für die Standortentwicklung und sieht sich als Impulsgeber, um Holz in neue Anwendungen zu bringen und so zur Lösung der Klimakrise beizutragen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen wurde eines nur noch deutlicher: „Holz ist der Baustoff der Zukunft und der aktuelle UNO-Klimabericht 2021 bestärkt uns darin, dass wir uns als Holzcluster Steiermark mit dem Werkstoff des 21. Jahrhundert beschäftigen“, wie Geschäftsführer Christian Tippelreither hervorhebt. „Seit 20 Jahren arbeiten wir innerhalb unseres starken Netzwerks daran, die Holzbranche untereinander zu vernetzen, branchenfremde Experten, wie Designer und Architekten von dem Werkstoff zu begeistern und somit neue Produkte zu entwickeln. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist in den Köpfen der Allgemeinheit angekommen und die Nachfrage nach innovativen und ressourcenschonenden Lösungen steigt.“

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Die Forst- und Holzwirtschaft hat sich in den letzten 20 Jahren sehr erfolgreich entwickelt und die Steiermark genießt international einen Ruf als Pionier für zukunftsweisende Holztechnologien. Dies haben wir den großartigen Leistungen des Holzclusters und seiner Mitgliedsbetriebe zu verdanken. Er spielt bei der Vernetzung zwischen unseren innovativen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine zentrale Rolle und ermöglicht, dass mit heimischen Technologien Leuchtturmprojekte umgesetzt werden können. Ich bin überzeugt, dass es im Hinblick auf Innovationen noch Potenzial gibt und wir mit Holz als nachhaltigem und vielfältig einsetzbarem Rohstoff auch in Zukunft auf dem Erfolgsweg sein werden.“

Forschung und Entwicklung als Schlüssel für neue Lösungen

Bei der Entwicklung neuer Produkte, sowie der Erschließung neue Anwendungsgebiete für Holz spielt die Verknüpfung zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen eine entscheidende Rolle. Durch diesen Zusammenschluss konnten Leuchtturmprojekte entstehen, die weit über unsere Branchengrenzen erstrahlen.

Das Projekt „WoodC.A.R.“ hat Holz beispielsweise simulierbar gemacht, um digitale Zwillinge zu generieren und somit Crashtests von Autoteilen mit Holzanteil auch in der Simulation durchzuführen. Holz ist kein Deko-Element mehr. Holz ist vielmehr ein hochleistungsfähiger Bau- und Werkstoff, der aufgrund seines Gewichtes und seiner Eigenschaften nicht nur konkurrenzfähig zu herkömmlichen Materialen, sondern auch noch positiv für die Klimabilanz ist.

Durch den vermehrten Einsatz von Holz als Baustoff soll der Bausektor nachhaltiger werden. Die heimischen Holzbaubetriebe sind dafür gut gerüstet: ein hoher Anteil an Vorfertigung und vorausschauende Planung, verkürzen nicht nur die Bauzeit, sie verbessern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit. „Ein entscheidender Faktor dafür, war die Entwicklung von Brettsperrholz (BSP) als das Material der Zukunft im Holzbau. Durch die gemeinsame Forschungsleistung der holz.bau forschungs gmbh und österreichischer Unternehmen wurde der Einsatz von Holz konkurrenzfähig, neue Absatzmärkte im In- und Ausland wurden und werden dadurch erschlossen“, resümiert Richard Stralz, Aufsichtsratsvorsitzender des Holzcluster Steiermark. Diese Beispiele zeigen, wie zukunftsweisende Initiativen dafür sorgen, Holz in fremde Branchen zu bringen und somit die Anwendungsgebiete zu erweitern und den aktiven Klimaschutz gerecht zu werden.