„Meine Geschichten verfolgen mich nicht im Schlaf“
Die Geschichten eignen sich als Gute-Nacht-Lektüre, sofern man danach noch schlafen kann, aber auch einfach für zwischendurch, denn das Leben erzählt bekanntlich die seltsamsten Geschichten. Und manchmal sind es eben auch die grausamsten … So steht es in der Einleitung des neuesten Werkes der Grazer Autorin Mirella Kuchling.
„Nein, meine Geschichten verfolgen mich – Gott sei Dank – nicht bis in den Schlaf.“ Aber sie habe schon einmal von einem Kinderfilm einen Albtraum bekommen, schmunzelt Mirella Kuchling im Gespräch mit Radio-Journalistin Martina Steidl. Kuchlings Buch trägt den Titel „Mörderische Liebespaare“ und ist im Keiper Verlag erschienen, wo auch die Buchvorstellung stattgefunden hat.
„Das Werk ist eine besonders faszinierende Variante des Genres Krimi – den dunklen Verbindungen zwischen Liebe und Verbrechen“, so Verlagsleiterin Anita Keiper.
„10 todsichere Kombinationen“
… lautet der Untertitel des Buches. Kurzgeschichten über seriellen Kannibalismus, ausgekratzte Augen sowie einbetonierte oder im Moor versenkte Leichen. Menschenfleisch, so erfahren wir bei der Lesung im Rahmen der Buchpräsentation, schmeckt nicht lediglich wie Schwein, und ein übereifriger Anatom mag nicht vor einer Komplizenschaft in der kriminellen Beschaffung seines eigenen Arbeitsmaterials zurückschrecken.
Mit Charme, kritischem Blick und feinem Spott arbeitet die Krimi-Expertin die Charakterzüge und Beweggründe jener heraus, die Menschen zu Bestien machen und im Duett morden. Alles in allem abermals True-Crime-Stories, die uns die Haare zu Berge stehen lassen. Sofern man noch genügend dazu hat.





Sei der erste der kommentiert