Mit Thorium-Reaktor auf Augenhöhe mit Elon Musk
Vom Grazer Labor in Richtung industrielle Fertigung: Das börsennotierte Energie-Technologieunternehmen Emerald Horizon macht mit CEO Florian Wagner, Forschungsleiter Mario Müller und Partnern beim geplanten Thorium-Reaktor SMRX den nächsten großen Schritt. Gemeinsam mit dem niederländischen Industriekonzern VDL Groep wird in Eindhoven nun das Herzstück des Systems gebaut – ein sogenannter „Loop“.
Was kompliziert klingt, lässt sich vereinfacht so erklären: Im „Loop“ soll ein flüssiges Salz bei sehr hohen Temperaturen durch das Energiesystem zirkulieren. Dabei werden Materialien, Pumpen, Dichtungen, Messtechnik und die Wärmeübertragung unter Bedingungen getestet, wie sie später auch im Reaktorbetrieb auftreten sollen. Der Kreislauf soll mit Temperaturen von bis zu 900 Grad Celsius und bei normalem Umgebungsdruck arbeiten. Vier Versionen dieses Systems wurden laut Emerald Horizon bereits in Graz getestet.
Kein Supergau mehr
Den entscheidenden Unterschied zwischen „weißer Kernkraft“ und herkömmlichen Atomkraftwerken erklärt Forschungschef Mario Müller so: „Im Falle eines Unfalls gibt es bei unserem Thorium-Rektor kein Eskalationsrisiko. Alles bleibt begrenzt und selbstlimitierend. Es gibt also keine Kernschmelze, keine Kettenreaktion und damit auch keinen Supergau.“
Florian Wagner und Mario Müller: „Mit einem Reaktormodul können 10.000 Haushalte versorgt werden. Der Generator hat eine Lebenszeit von rund 20 Jahren und muss nicht nachgefüllt werden. Um die Sicherheit muss man sich keine Sorgen machen.“ Ihre nicht gerade unbescheidene, vollmundige Prognose: „Wenn unser Projekt funktioniert, dann wird Emerald Horizon eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.“ Und damit die Gründergeneration zu vielfachen Milliardären. Wie das Elon Musk und andere aus dem Silicon Valley vorleben.









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