„Hmm, hmm, schmeckt des guat!“

Schmankerl-Kirtag der Walder Bauern

Almgeher und Wanderer schwärmen davon – dem Rahmkoch, eine alte, traditionelle Bauernspeise. „Man braucht dafür Mehl, Zucker, Sauerrahm, Schlag, Zimt, Anis, Salz. Es gibt verschiedene Rezepte“, erklärt Organisatorin Bianca Bernhart die Machart. Auch beim Schmankerl-Tag der Bauern in Wald am Schoberpaß war die „Süßigkeit“ gefragt.

Logischerweise alles hausgemacht, „servieren“ die Bauern ihren Besuchern am Festtag Wildgulasch, Lammragout, Rindfleischsalat, vegetarischen Strudel, Gulasch, geräucherten Fisch, Suppen, Sturm und Maroni, Leberkäse, am Hof gebackenes Brot und etliches mehr. Die Feuerwehr sorgt für die Grillerei. Die Katholische Kirche ist mit Kuchen und Almkaffee dabei und der frühere Dorfladen, heute „Unser Geschäft“ mit Süßigkeiten.

Viele Hände helfen mit

Die junge Milchbäuerin aus Wald organisiert („wir fangen damit schon im Februar an“) mit ihren Kollegen den Schmankerl-Kirtag und die rund 400 Besucher und Gäste „zeigen uns: Er kommt gut an.“ Viele in der 500-Einwohner-Gemeinde müssen da zusammen helfen, dass es so gut funktioniert. Bei jedem Dorffest heißt’s, die Ärmel aufkrempeln.

Neben den regionalen Köstlichkeiten gibt’s natürlich auch ein umfangreiches Rundherum über den ganzen Tag. Die Jüngsten aus dem Kindergarten und der Volksschule drehen sich im Kreis zur Tanzmusi’. An Standln kann man sich auch mit bäuerlichen Sachen – Wollhauben, Socken, Schnäpse etc. – für die kalte Jahreszeit eindecken.

Der spannendste Augenblick ist aber das Maibaum-Umschneiden, das vom großen „Hallo“ begleitet wird. Im Video (!) wird klar, dass die „Holzknecht-Buam“ davon eine Ahnung haben müssen.

Den musikalischen Anfang macht ein Frühschoppen zum Aufwärmen. „Die Strubbis“ aus der Sölk begleiten den Tag. Am Stand der Walder Schützenrunde versuchen sich die „Zielschützen“. Unterhaltend ist auch das Raten um den Hauptpreis – 3 Festmeter Holz zum Heizen. Die Aufgabe: zu erraten, wie viele Erdäpfel im betreffenden 10-Kilo-Sack enthalten sind. Der Sieger darf sich darüber freuen, muss aber selbst schauen, wie seinen Preis nach Hause bringt. Der, der beim Kartoffelraten Letzter wurde, darf den Erdäpfelsack, wie der Heilige Nikolaus, nach Hause schleppen.

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