Steiermark als Testregion für humanoide Robotik

Pilotprojekte sollen zeigen, wo Roboter künftig zum Einsatz kommen können

Maschinen bedienen, Werkstücke wechseln und körperlich belastende Tätigkeiten in der Fertigung übernehmen: Geht es nach dem Automatisierungscluster AT Styria, werden diese Aufgaben künftig humanoide Roboter übernehmen. In einer Testregion in der Steiermark sollen Anwendungsfälle aus realen Produktionsbedingungen von der Theorie in die Praxis überführt werden.

Dafür formiert der 120 Unternehmen umfassende Cluster ein internationales Konsortium mit Partnern aus Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Beteiligt sind unter anderem Joanneum Research, die TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, DCCS und BrightFlare. Ergänzend bereitet das Konsortium eine Bewerbung um ein mit rund 18 Millionen Euro ausgestattetes Leitprojekt im EU-Forschungsprogramm Horizon Europe vor.

Geplant sind drei Pilotprojekte unter realen Produktionsbedingungen:

  • humanoide Roboter für Maschinenbedienung und körperlich belastende Tätigkeiten, 
  • autonome Roboter für die innerbetriebliche Logistik, 
  • KI-Systeme für Qualitätskontrolle, Inspektion und Wartung.

„Unternehmen, die ihre Produktion rascher an neue Produkte, kleinere Stückzahlen und fehlende Arbeitskräfte anpassen können, sichern Aufträge, Wertschöpfung und Beschäftigung. Dafür wird KI-gestützte bzw. humanoide Robotik zu einer zentralen Standortfrage“, so Herbert Ritter, Vorsitzender des AT Styria und Vizepräsident der WKO Steiermark.

Die Steiermark verfüge über die Betriebe, die Forschung und das industrielle Wissen, um hier eine führende Rolle einzunehmen. Diese Stärke entfalte sich, wenn aus einzelnen Kompetenzen gemeinsame Anwendungen entstehen. Ritter: „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen.

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert