Handyfasten: Schüler wollen freiwillig weiter machen

Nach drei Wochen ohne Smartphone. Österreichweites Experiment geht zu Ende.

Geschafft! Der letzte Tag des österreichweiten vom ORF initiierten Experiments Handyfasten. „Bis auf eine Person sind weiterhin alle Schülerinnen und Schüler dabei. Diese nimmt jedoch in einer „Light-Version“ weiterhin teil“, resümiert Englisch- und Ethiik-Lehrerin Lisa-Marie Ebner. Sie organisiert das Projekt Handyfasten an der Mittelschule Anger bei Weiz.

98 waren es beim Start vor 18 Tagen, die am Handyexperiment teilnehmen, plus zwei Lehrerinnen und 1 x Light-Version, wie es auch am Plakat im Eingangsbereich der Schule vermerkt ist. Bei der „Light-Variante“ ist eine Stunde tägliche Bildschirmzeit erlaubt. Für Personen, die nicht ganz aufs Handy verzichten, die Zeit damit aber dennoch reduzieren möchten.

Mehr innere Ruhe und weniger Stress

Insgesamt sind die Rückmeldungen der Teilnehmer durchwegs positiv. Viele berichten von weniger Stress und mehr innerer Ruhe, mehr Zeit für Familie, Freundschaften und Aktivitäten im Freien, gesteigerter Konzentration im Alltag und beim Lernen, wiederentdeckten Interessen wie Lesen oder Sport.

Dies zeigt sich auch beim Lesen des digitalen Tagebuchs der Schule, wo die Teilnehmer des Experiments ihre Erfahrungen eintragen. (HIER anklicken). Besonders erfreulich sei, so Ebner, dass einige Schülerinnen und Schüler das Handyfasten-Experiment sogar freiwillig verlängern möchten. Das nennt man einmal Motivation.

Was bleibt vom Experiment

Heute erhalten die Jugendlichen ihre Handys wieder zurück. Marina schreibt im Tagebuch: „Mir ging es die 3 Wochen sehr gut. Mir kommt es so vor als ob wir erst gestern mit dem Projekt gestartet haben. Ich freue mich schon auf mein Handy, aber irgendwie auch nicht weil ich es dann immer mit nehme und ich dann wieder auf mein Handy schaue.“

Viele nehmen sich für die Zeit nach dem Experiment aber vor, ihre Bildschirmzeit deutlich zu reduzieren, bewusster mit dem Smartphone umzugehen, Social Media einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten (Instagram) und nicht zuletzt auch mehr Zeit für persönliche Kontakte und Hobbys einzuplanen. Man wird sehen ...


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