Nutznießer sind (Haus-)Tiere und Geschwister
„Juhuu, sieben Tage sind geschafft. Damit liegt bereits ein Drittel unseres Handy-Experiments hinter uns“, schreibt Lisa-Marie Ebner, Lehrerin an der Mittelschule Anger bei Weiz, in das digitale Tagebuch der Schule (HIER anklicken). „Die Stimmung im Schulhaus ist weiterhin sehr positiv und alle Schülerinnen und Schüler sind noch mit dabei.“ 98 sind es an der MS Anger, die am Handyexperiment teilnehmen, plus zwei Lehrerinnen und 1 x Light-Version, wie es am Plakat im Eingangsbereich der Schule vermerkt ist.
Bei der „Light-Variante“ ist eine Stunde tägliche Bildschirmzeit erlaubt. Für Personen, die nicht ganz aufs Handy verzichten, die Zeit damit aber dennoch reduzieren möchten. Denn auch wenn eine aktuelle Studie zeigt, dass die tägliche Zeit am Handy von Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 31 Minuten gesunken ist: „Sogar bei uns am Land verbringen manche Jugendliche bis zu 7 Stunden täglich mit Scrollen und Spielen am Handy“, sagt MS-Anger-Direktor Nico Redolfi.
„…. komme mir fast schon vor wie eine Oma“
Von den österreichweiten rund 72.000 Schülerinnen und Schülern sind es in der Steiermark 11.600, die sich für das Handyexperiment angemeldet haben. Heute ist Tag 8 und wir fragen uns, was die Schülerinnen und Schüler mit der ihnen nunmehr zur Verfügung stehenden Zeit machen. Beim Offline-Treff, der jeden Tag von 7:25 bis 7:35 stattfindet, bringt mich eine Antwort zum Schmunzeln: „Ich komme mir fast schon vor wie eine Oma, weil ich viel Zeitung lese und Sudoku-Rätsel löse.“
Mehr Kuscheleinheiten für Katze
Insgesamt zeigen die Aussagen der Jugendlichen: Nutznießer des Experiments sind definitiv die (Haus-)Tiere und Geschwister, denen nun mehr Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet wird. Da bekommt die Schildkröte, die gerade aus dem Winterschlaf erwacht ist, ein neues Freigehege, die Katze mehr Kuscheleinheiten oder es wird mehr Fußball mit dem Bruder gespielt. Auch Enten in der Feistritz werden aufmerksam beobachtet ...
Aber hören Sie selbst:







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