Kunststücke besser den Profis überlassen
Staubwedeln auf wackligen Hockern, Schemeln oder rollenden Schreibtischsesseln? Lampen abwischen mithilfe von schwindligen Leitern und instabilen Sesseln? Fenster putzen auf gestapelten Kisten oder der Sofalehne? Die Menschen lassen sich Jahr für Jahr riskante Kunststücke in ihren vier Wänden einfallen, um die Wohnräume blitzblank zu bekommen. Vor allem durch Fehleinschätzungen und Unachtsamkeit kommt es jedoch zu Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Stürzen will gelernt sein
Was wichtig ist, um sich bei Balanceakten nicht zu verletzen, zeigen die Zirkus-Artisten: Vom richtigen Training zur körperlichen Verfassung hin zum gegenseitigen Sichern sprechen sie über Risikoanalyse bei Kunststücken. „Sicheres Stürzen müssen wir unser ganzes Leben lang regelmäßig üben. Besonders Kinder und junge Menschen sind gut darin zu stürzen, aber wir alle können es trainieren. Verletzungen bei einem Sturz zu verhindern, sollte möglichst früh beginnen“, so Zirkus-Profi Tobias Mechtler, Teil des „zirkus kollektiv kaudawelsch“. Auch für Artisten-Kollege Hubert Wieser gehört richtiges Fallen zum Trainingsplan: „Ich bin überzeugt davon, dass man ganz oft üben muss, um sicher hinzufallen. Das ist einerseits das sichere Abrollen, das viele aus Kampfsportarten kennen. Andererseits ist es wichtig, dass der Raum, in dem man übt, entsprechend leer ist und dass überall dort, wo Fallen möglich ist, genug Platz ist, um sicher abzurollen.“
Wie Profis spektakuläre Haushaltsbalanceakte sicher machen, zeigt das neue Präventionsvideo des KFV::
Zirkusprofis gegen Sturzunfälle
(© KFV/Roland Töfferl)





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