Fitnessboom mit Nebenwirkungen
Der Hype um Fitnessstudios, Hyrox, HIIT (High-Intensity Interval Training) und CrossFit ist ungebrochen. Doch mit dem Trainingsboom steigt auch die Zahl der Verletzungen. Allein im Vorjahr mussten in Österreich rund 3.300 Menschen nach Unfällen beim Kraftsport im Spital behandelt werden. Besonders auffällig: 52 Prozent der Verletzten waren zwischen 15 und 29 Jahre alt.
Wie stark der Boom ist, zeigt ein Blick auf die Fitnessbranche: Die Zahl der Mitglieder in österreichischen Fitness- und Gesundheitsanlagen stieg von 1,13 Millionen im Jahr 2022 auf rund 1,35 Millionen im Jahr 2025.
Wenn der Ehrgeiz zu groß wird
Häufig sind Muskel- und Sehnenverletzungen die Folge. Aber auch Knochenbrüche kommen oft vor. Ursachen sind unter anderem falsche Bewegungsabläufe, Überlastung oder Unfälle mit Hanteln und Trainingsgeräten.
Gerade junge Sportler lassen sich laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) mitunter von Fitness-Influencern oder dem Tempo anderer mitreißen. Bei intensiven Gruppentrainings wie Hyrox oder CrossFit steigt das Risiko zusätzlich, wenn die Kräfte nachlassen und Übungen nicht mehr sauber ausgeführt werden.
„Das Training soll natürlich fordernd sein, aber nicht nur darauf abzielen, möglichst schnell möglichst schwere Gewichte zu bewegen“, betont Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV.
Technik vor Gewicht
Wer Verletzungen vermeiden will, sollte neue Übungen zunächst mit leichteren Gewichten erlernen und die Belastung schrittweise steigern. Bei Müdigkeit gilt es, Tempo und Intensität zu reduzieren – auch wenn andere schneller trainieren. Schmerzen und Schwindel sind Warnsignale: Das Training sollte dann sofort beendet werden.
Ebenso wichtig ist die Erholung zwischen den Einheiten. Denn mehr Training bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt. Wer seinem Körper ausreichend Zeit zur Regeneration gibt und auf die richtige Technik achtet, trainiert langfristig sicherer.









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