Schulwegunfälle deutlich gestiegen

77 Unfälle mit 86 verletzten Kindern. Verschärfte Kontrollen der steirischen Polizei.

Die richtige Sicherung von Kindern im Auto, die Gurtpflicht und die Geschwindigkeit im Bereich von Schulen und Bildungseinrichtungen – all dies stand und steht bei verstärkten Verkehrskontrollen der steirischen Polizei im Mittelpunkt.

Die Bilanz: Fünf Lenker wurden wegen mangelhafter Kindersicherung angezeigt. Wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte gab es vier weitere Anzeigen und 83 Organmandate. 20 Personen wurden bestraft, weil sie während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung telefonierten. Zudem stellte die Polizei rund 100 Geschwindigkeitsübertretungen fest.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigen die Unfallzahlen: Laut einer Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria ereigneten sich 2025 in der Steiermark 77 Schulwegunfälle. Dabei wurden 86 Kinder verletzt, neun davon schwer. Im Jahr davor waren es 48 Unfälle mit 59 verletzten Kindern gewesen. Das entspricht einem Anstieg um rund 60 Prozent. In Graz wurden 2025 insgesamt 33 Schulwegunfälle registriert.

Oberstleutnant Jochen Heiling, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsabteilung, betont die Bedeutung der Kontrollen: „Verkehrspolizeiliche Überwachung bedeutet weit mehr als die Kontrolle von Verkehrsregeln. Sie bedeutet Verantwortung für Menschenleben.“ Die Polizei werde derartige Schwerpunktkontrollen auch weiterhin in der gesamten Steiermark durchführen.

Denn gerade rund um Schulen sind besondere Aufmerksamkeit, angepasste Geschwindigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme entscheidend, damit Kinder sicher ans Ziel kommen.

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