Ein privater Festtag: Gemeinsam schon 160 Jahre
Am kommenden Samstag (26.9.) versammelt sich am Grazer Schlossberg eine 200-köpfige private Geburtstagsrunde. Wie es sich gehört, Ladys first: Margret und Hans Roth feiern, gemeinsam schon 160 Jahre auf der Welt zu sein. Wer genau wie alt ist, soll hier noch nicht verraten werden. Nur so viel: Ihr Hans feiert am 2. Oktober den 80er. Und es heißt für die Festgäste (nicht überraschend): Bitte keine Geschenke, sondern Spenden für das Sozialprojekt Marienstüberl (Caritas) in Graz. Da wird schon einiges zusammenkommen. Denn allein die Großfamilie zählt 70 Köpfe und der Rest sind private Freunde (aus guten und auch vermögenden Häusern) und Bekannte. Also kein „Saubermacher-Kundenfest“. Denn dafür wäre es am Schloßberg zu eng geworden.
Die wichtigste Mitstreiterin beim Aufbau des Unternehmens Saubermacher war seine Frau Margret. Hans Roth in einem „Fazit“-Interview (2016). „1979 haben wir die damalige Roth Umweltschutz GmbH mit nur drei Leuten gegründet. Ich habe anfangs gar nicht viel Zeit dafür gehabt, weil ich als ältester Sohn auch in anderen Bereichen des Familienunternehmens stark eingebunden war. Ursprünglich war meine Frau fast ausschließlich mit der Entwicklung des Unternehmens befasst.“ Also war die ausgebildete Berufschullehrerin in der Startphase der „Motor“ für den Erfolg.
Prüfung im Leben
Im Jahr 2019 musste das Ehepaar einen schweren Schicksalsschlag und tiefen Einschnitt im Familienleben hinnehmen. Martin, ein Sohn des Ehepaares – er lebte als Kunstschaffender in New York – verstarb unerwartet mit 42 Jahren.
Der Saubermacher-Gründer wurde am 2. Oktober 1946 in Feldbach geboren und absolvierte nach der Handelsschule eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in einem Kaufhaus in Passail. Bald trat Hans Roth in das elterliche Unternehmen ein und war am Aufbau verschiedener Geschäftszweige der Roth-Gruppe beteiligt. Eine akademische Laufbahn zeichnete sich daher nicht ab.
Schon früh begann Saubermacher aber mit dem Aufbau von Kooperationen mit der Montanuniversität. Rektor Peter Moser in seiner Laudatio bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde im Sommer dieses Jahres: „Mit dieser hohen Ehrung würdigen wir seine langjährigen Verdienste um die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation sowie seinen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Hans Roth hat ein Unternehmen aufgebaut, das sich von einem regionalen Entsorgungsbetrieb zu einem international tätigen Umwelt- und Ressourcenunternehmen entwickelt hat. Sein unternehmerisches Handeln war dabei stets von Innovationskraft, Verantwortung und dem Anspruch geprägt, Abfälle als wertvolle Rohstoffe zu begreifen und Kreisläufe zu schließen. Durch zahlreiche Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des akademischen Nachwuchses hat er wesentlich dazu beigetragen, den Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft zu stärken.“
KLIPP hat einen besonderen historischen Bezug zur Roth-Familie aus Gnas. Die Erstausgabe des 4-färbigen Steiermarkmagazins gab es im Mai 1988. Also bereits vor 38 Jahren. Damals als regionales Magazin eine Besonderheit. Auf dem Cover: Familienoberhaupt Kommerzialrat Hans Roth. Dieser in seiner entwaffnenden, sympathischen Offenheit über den Titel: „Wer sind die Ewings von Gnas? Ist das was Gutes oder Schlechtes?“ Der Titel nahm Bezug auf die damals weltweit erfolgreichste TV-Serie aus den USA – „Dallas“. Darin ging es um die familiären Verwicklungen und Intrigen der Familie Ewing um die Familie Ewing (gesprochen: „juː.ɪŋ“) – um Geld, Macht und Öl.









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