Eine Brücke für den Brückenbauer

Graz würdigt seinen Altbürgermeister

Um das verdienstvolle Schaffen für die Grazerinnen und Grazer des im Vorjahr verstorbenen Altbürgermeister Alfred Stingl  auch im Stadtbild zu würdigen, hat sich die Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ in Abstimmung mit der Familie von Alfred Stingl bekanntlich darauf verständigt, der Augartenbrücke den Namen des Altbürgermeisters zu verleihen. Nun wurden die Straßenschilder in Anwesenheit enthüllt.

„Alfred Stingl wurde durch seine Persönlichkeit und durch sein Wirken weit über seine Partei und weit über Graz hinaus geschätzt. Sein Vorbild ist auch ein Auftrag für kommende Generationen. Das wollen wir mit der Benennung der Augartenbrücke nach Alfred Stingl bekräftigen“, so Bürgermeisterin Elke Kahr. Und ihre Stellvertreterin Judith Schwentner: „Eine Brücke für den Brückenbauer: Alfred Stingl hat Graz geprägt wie kaum jemand sonst – als Bürgermeister, als Mensch, als Motor des Dialogs. Mit der Benennung der Augartenbrücke würdigen wir sein Wirken und halten sein Vermächtnis an einem zentralen Ort unserer Stadt lebendig.“



Ein Bürgermeister, der Graz geprägt hat

Als fünfter Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz in der Zweiten Republik wurde Alfred Stingl am 10. Jänner 1985 angelobt und hatte das Amt bis Anfang 2003 inne. Sowohl durch seine Amtsführung und sein verbindendes Miteinander mit allen politischen Fraktionen als auch durch zahlreiche Errungenschaften, die Graz nachhaltig verändert und geprägt haben, nimmt Alfred Stingl einen besonderen Platz in der jüngeren Grazer Zeitgeschichte ein.

Bemühungen um soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander, die Einleitung einer modernen Verkehrspolitik, der interreligiöse Dialog, der Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte, die Aufnahme des historischen Zentrums der Grazer Innenstadt in das UNESCO-Weltkulturerbe und schließlich das Kulturhauptstadtprojekt 2003 sollen hier nur exemplarisch als Vermächtnis dieses Ausnahmepolitikers genannt werden.

Besonders stolz war Alfred Stingl auf die Wiedererrichtung der Grazer Synagoge, die von den Nationalsozialisten im Rahmen der Novemberpogrome 1938 zerstört wurde. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Brücke.

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