Steirer-Melodien sind seine „liabste Weis“
Am 28. März 2003, also vor genau 23 Jahren, ging in Graz auf Initiative von KLIPP der „Dialog für Europa“ über die Bühne. Ermöglicht durch den 2019 verstorbenen Landesrat Gerhard Hirschmann und LH Waltraud Klasnic („Gorbatschow und Kohl waren Brückenbauer“) sowie eine Sponsoren-Gruppe (z.B. Energie Steiermark).
Eingeladen zum mehrtägigen Aufenthalt nach Graz waren ebenso mehr als 4.000 Studenten aus südosteuropäischen Ländern. Die damals in der neuen Stadthalle die Diskussion zwischen Michail Gorbatschow und Helmut Kohl verfolgten. Spannender Weltgeschichte-Unterricht aus erster Hand.
Für den musikalischen Rahmen bei dieser Veranstaltung hatte der steirische Star-Trompeter Toni Maier mit seinem Orchester gesorgt. Damals zeigte er als Solist sein Können auf der Trompete nicht nur Jazz-, Funk- und Rock-Rhythmen, sondern brillierte auch mit der steirischen Hymne und dem Erzherzog-Johann-Jodler.
Nach Kontrolle im Spital wieder zuhause
23 Jahre später war Toni Maier am vergangenen Samstag zu Gast in der ORF-Sendung „„Mei liabste Weis“ in Puch bei Weiz. Während er dort live den „Erzherzog-Johann-Jodler“ intoniert hatte, sackte der weststeirische Trompeter plötzlich zusammen. Sofort wurde er von Gastgeber Franz Posch gestützt und mit den Worten „Setz di nieder“ auf eine Bank gesetzt. Sanitäter kamen Maier sofort zu Hilfe, wie der ORF Steiermark meldete (https://steiermark.orf.at/stories/3347876/).
Der 77-jährige Bärnbacher wurde hinter der Bühne erstversorgt, war bei Bewusstsein und wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Nach Auskunft seiner Familie ist sein Zustand stabil. Maier lebt mit Defibrillator.
Seit 56 Jahren auf der Bühne
Toni Maier feierte im Vorjahr sein 55-jähriges Bühnenjubiläum. Mit 19 Jahren spielte er im Orchester von Max Greger; 1970 hatte er seinen ersten großen Fernsehauftritt bei der TV-Show „Der goldene Schuss“. Er arbeitete unter anderem mit Leonard Bernstein und Herbert von Karajan zusammen und gab mit seiner „The Crazy Dollar Band“ weltweit Konzerte.
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