Politik: Häme und Spott am Aschermittwoch

Für die SPÖ hat der nunmehrige steirische Parteichef Max Lercher die „Aschermittwoch-Abrechnung“ mit den politischen Gegnern vor fünf Jahren eingeführt. 500 Anhänger dieses Brauchs füllten an diesem Abend die Zechnerhalle in Kobenz bei Knittelfeld.

In Österreich zelebriert die FPÖ seit dem Jahr 1992 den Aschermittwoch mit einem Festzelt-Auftritt des jeweiligen Parteichefs in Oberösterreich in Ried. Herbert Kickl ätzte in Bierlaune gegen alles in Österreich, was von Seiten der Ampel-Regierung und den Grünen kommt.

In Klagenfurt wiederum versuchte im „ruhigen“ Buddha-Gehabe Kanzler Christian Stocker die Leistungen und künftigen Vorhaben der Regierung zum Wohle der Österreicher:innen hervorzuheben.

Das „Aschermittwoch-Fest“ der SPÖ in Kobenz erfolgte im Beisein einiger SPÖ-Parteivorsitzender aus den Bundesländern. Allerdings nicht dabei SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler. Max Lercher und Kollegen aus den Bundesländern äußern ihre Loyalität gegenüber Babler, halten sich aber mit kritischen Äußerungen über Beschlüsse und Entscheidungen der Koalition nicht zurück.

Im Mittelpunkt von Lerchers Auftritt in Kobenz stehen aber seine Attacken gegen die FPÖ: „Wenn eine Partei gegen die Gefährderüberwachung und schärfere Waffengesetze ist, für Trump und für Putin, für Orban und gegen Europa, dann sind das keine Patrioten!“

Die gegenseitigen Aschermittwoch-Auftritte mit politischen Beschimpfen in Österreich gehen auf eine Tradition in Bayern zurück. Wo seit fast 200 Jahren in den Gasthäusern am Aschermittwoch die Wirtsleute mit Gaudi und Stanzln ihre Gäste unterhalten und die Obrigkeit aufs Korn nehmen. Legendär ist mittlerweile der das Starkbierfest am Nockherberg in München.

Mehr dazu:​ Neun Gründe, warum der Nockherberg Kult ist

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert