Bereits 18 Lawinen-Tote – ein trauriger Rekord
Die Lawinensituation in den heimischen Bergen spitzt sich dramatisch zu. Allein am vergangenen Wochenende forderte sie sieben Todesopfer und mehrere Verletzte. Und die Gefahr ist in weiten Teilen Österreichs nach wie vor hoch.
In der Steiermark starb ein 21-jähriger Slowake in den Wölzer Tauern (Bezirk Murau) durch ein Schneebrett. In Vorarlberg (St. Anton) konnten drei Personen nur noch tot aus einer Lawine geborgen werden. Im Skigebiet Sonnenkopf in Klösterle löste ein 39-jähriger Snowboarder aus der Schweiz im freien Skiraum ein Schneebrett aus. Er wurde verschüttet. Reanimationsversuche nach der Bergung blieben ohne Erfolg. In Nauders (Tirol) überlebte ein 42-jähriger Deutscher den Ausflug ins Gelände nicht, sein 16-jähriger Sohn wurde durch die Schneemassen schwer verletzt. In Serfaus, ebenfalls in Tirol, konnte ein 41-jähriger Einheimischer zunächst noch lebend geborgen werden, er starb wenig später aber im Spital.
Damit geht die Zahl der durch Lawinen Getöteten – bisher 18 – in dieser Saison auf einen traurigen Rekord zu. In der gesamten Vorjahressaison starben zehn Wintersportler in Folge von Lawinenunglücken.
Was macht Lage so prekär?
Neuschnee, Wind und ein instabiles Schneefundament sorgen derzeit für erhebliche Lawinengefahr in weiten Teilen der Steiermark. Der Neuschnee fällt auf einen ungünstigen Schneedeckenaufbau mit weit verbreiteten Schwachschichten. Die Gefahrenstellen sind teilweise nur schwer zu erkennen.
Harald Eitner, Leiter der Landeskatastrophenschutzabteilung, appelliert dringend an alle Wintersportler, bei Touren in ungesichertem Gelände besonders vorsichtig zu sein. „Die Schneedecke ist vielerorts instabil, spontane Lawinenabgänge sind jederzeit möglich. Touren abseits gesicherter Pisten sind derzeit mit unkalkulierbaren Gefahren verbunden – ich ersuche alle Bergsportler, die Warnungen ernst zu nehmen und verantwortungsvoll zu handeln.”







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