Millimeterarbeit mit Ruhe und Gefühl
(Archiv-)Fotos der Deutschen Meisterschaft in Koblenz: Autobahn GmbH
Bei der Qualifikation mit dem LKW gestern (11.3.) ist es für Markus Eger-Leitner ganz gut gelaufen und heute geht es um den WM-Titel.
20-köpfiger Fanclub dabei
Er ist einer von vier Österreichern im insgesamt 50 Schneepflug-Fahrer:innen großen Teilnehmerfeld. Vor Ort in französischen Chambéry, rund 100 Kilometer von Lyon, ist Franz Zenz, Fachabteilungsleiter des steirischen Straßenerhaltungsdienstes. „Natürlich hoffen wir auf ein großartiges Ergebnis und darauf, dass Markus, der bei uns 2005 als Lehrling begonnen hat, sein Leistungspotenzial abrufen kann. Unser Fanclub besteht aus 20 Kollegen, die sich alle extra Urlaub genommen haben und Markus hier anfeuern.“
Präzises Manövrieren gefragt
Dass er mit schwerem Gerät umgehen kann, hat Markus Eger-Leitner bereits im vergangenen September unter Beweis gestellt. Im Arbö-Fahrsicherheitszentrum Ludersdorf – auf Asphalt und ohne Schnee, wie auch bei der WM in Frankreich. Der 36-Jährige holte erstmals den Staatsmeistertitel im Schneepflug-Geschicklichkeitsfahren in die „grüne Mark” und qualifizierte sich damit für die WM in Frankreich.
Schneepflug-Meisterschaften zeigen die anspruchsvolle Arbeit des Winterdienstes, der im Alltag für sichere Straßen sorgt. Trainiert wird das präzise Manövrieren schwerer Fahrzeuge unter Bedingungen, die typische Winterdienst-Einsätze nachstellen sollen.
Feinfühlige Manöver – im Kampf gegen die Uhr
Der Geschicklichkeitsparcours bei der WM besteht aus 24 Einzelprüfungen. Gestern (11.3.) wurde eben mit einem 460 PS starken 3-Achs-LKW mit einem 4,2 Meter breiten Pflug gefahren, erklärt Zenz am Telefon. Heute ist dann der 300 PS starke Unimog mit einer Schneepflugbreite von 3,4 Metern dran. Es gelte unter anderem einen Rückwärtsslalom durch Kegel zu absolvieren, eine Lkw-Bremstrommel in den Ablegekreis zu verschieben, die Aufnahme eines (kleinen) Ringes oder eine feinfühlige Zielbremsung – und das alles im Kampf gegen die Uhr. Millimetergenaues Schieben von Lasten mit dem Räumschild – alles ohne Kameras!
„Will um Sieg schon mitreden“
„Zu den schwierigsten Prüfungen zählt sicherlich der Rückwärts-Parcours“, so Markus Eger-Leitner vor der Abfahrt nach Frankreich. „Durch den Slalom zu fahren, keine Kegel zu berühren und auf die Zeit zu schauen, braucht viel Ruhe und Gefühl.“ Und auch wenn die Anspannung groß war, wolle er heute um den Sieg schon mitreden.
Heute Nachmittag gibt es das Finale, wo die besten Fahrer der teilnehmenden 12 Nationen um den Weltmeistertitel kämpfen. Also: Toi, toi, toi und viel Erfolg!







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