Mittelschule Anger: „Wir sind drei Wochen nicht erreichbar“
Ein anschauliches und drastisches Beispiel, wie fehlerhaft der Google-Algorithmus informiert (oder informieren kann): Bei der Suche am Handy nach der Telefonnummer der Schule antwortet Google auf Anfrage 03175/ 71081. „Kein Anschluss unter dieser Nummer“, lautet bei wiederholten vergeblichen Versuchen die Telefon-Stimme. Erst nach weiteren Recherchen dann die richtige Anschlussnummer. Der „1er“ war schlicht zu viel. Direktor Nico Redolfi: „Wir werden das umgehend versuchen, diesen Fehler zu beheben.“
ORF-Kameras „ziehen immer“
„Als die Schüler erfahren haben, dass der ORF wegen des Handyfastens zu uns in die Schule kommt, haben sich spontan 20 weitere angemeldet“, beschreibt Direktor Redolfi die ungeheure Dynamik für das Handyfasten. Auch an seiner Schule. Täglich wird es vor Unterrichtsbeginn ein 15-minütiges Offline-Treffen geben, wo sich Lehrer und Schüler austauschen, über ihre guten und schlechten Erfahrungen berichten und man einander mit Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen wird. Insgesamt machen in Österreich geschätzte 77.000 Schüler mit. In der Steiermark sind es laut Bildungsdirektion 11.000.
ORF-Landesdirektor Gerhard Koch: „Wenn die Schüler durchs Handyfasten merken, dass es in der Wirklichkeit – um sie herum – genauso viele und interessante Informationen gibt, wie in der digitalen Welt, dann ist das ein Riesenerfolg und kann für die Zukunft richtungsweisend sein. Nicht zuletzt durch österreichische Medien wie uns. Und es freut mich die ungeheure Dynamik dieses Experiments.“
Und wie sieht die von KLIPP hinzugezogene Künstliche Intelligenz das Projekt in Anger?
Da heißt es bei Perplexity:
In Anger bei Weiz machen Schülerinnen und Schüler beim österreichweiten Projekt „21 Tage Handyfasten“ mit. Sie verzichten drei Wochen lang freiwillig auf ihr Smartphone und auf Social Media.
Die Idee geht auf ein Schulprojekt in Gänserndorf zurück, das der ORF in „Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment“ begleitet hat. Dort zeigte sich: Weniger Handy bedeutet oft weniger Stress, besseren Schlaf und mehr Zeit für echte Begegnungen. Genau das wollen nun auch viele Schulen in ganz Österreich ausprobieren, unterstützt vom Bildungsministerium und der Plattform „handyexperiment.at“.
Auch die Mittelschule Anger ist dabei. Lehrkräfte, Eltern und Kinder haben gemeinsam entschieden, es zu versuchen. Im Online-Tagebuch berichten sie, wie schwer es ist, das Handy wegzulegen – und was sich im Alltag verändert. Manche schreiben, dass sie plötzlich mehr reden, spielen oder lesen. Andere genießen es, am Abend wirklich „offline“ zu sein und nicht dauernd erreichbar zu sein.
Vier bis fünf Gründe haben die Jugendlichen besonders überzeugt, mitzumachen:
Erstens: Mehr Zeit für Freundschaften und Familie. Ohne ständiges Scrollen bleibt mehr Raum für Gespräche in der Pause, gemeinsame Spiele und Aktivitäten nach der Schule. Viele Jugendliche merken, dass sie sich besser aufeinander einlassen, wenn nicht dauernd jemand aufs Display schaut.
Zweitens: Weniger Ablenkung und mehr Ruhe im Kopf. In den Berichten zum Experiment erzählen Jugendliche, dass sie sich im Unterricht besser konzentrieren können, wenn das Handy nicht ständig in der Nähe ist. Sie fühlen sich weniger unter Druck, sofort auf Nachrichten reagieren zu müssen.
Drittens: Besserer Schlaf und weniger Druck durch Social Media. Ohne Bildschirm vor dem Einschlafen fallen viele leichter in den Schlaf. Likes, Chats und Vergleiche mit anderen spielen für drei Wochen keine Rolle. Das kann das Selbstwertgefühl stärken und den inneren Stress senken.
Viertens: Ein bewussterer Umgang mit digitalen Medien. Das Projekt will Handys nicht verteufeln. Es soll zeigen, wie sehr sie den Alltag bestimmen – und wo es Alternativen gibt. Die Jugendlichen testen: Brauche ich das Gerät wirklich immer bei mir oder reicht es, es zu bestimmten Zeiten zu verwenden?
Fünftens: Ein gemeinsames Abenteuer als Klasse. Alle sitzen „im selben Boot“. Das verbindet. Es entstehen neue Rituale, etwa gemeinsame Spiele in der Pause oder Spaziergänge ohne Handy. Die Berichte aus Anger zeigen, dass viele stolz sind, Teil eines großen Österreich-Projekts zu sein.
Begleitet wird das Ganze durch Fragebögen und Reflexionen. So können die Jugendlichen am Ende vergleichen, wie es ihnen „mit“ und „ohne“ Handy gegangen ist. Die Erfahrungen aus Gänserndorf und aus anderen Schulen deuten darauf hin: Drei Wochen Handyfasten sind anstrengend – aber sie öffnen die Augen dafür, wie wertvoll echte Zeit, echte Gespräche und echte Pausen sind.
Bei ChatGPT heißt es:
21 Tage ohne Handy: Schüler in Anger testen das Handyfasten
Drei Wochen ohne Smartphone – für viele Jugendliche klingt das fast unmöglich. Genau das probieren derzeit tausende Schülerinnen und Schüler in Österreich aus. Beim österreichweiten Projekt „21 Tage ohne Smartphone“ legen Jugendliche freiwillig ihr Handy zur Seite. Insgesamt machen rund 72.000 Schülerinnen und Schüler mit.
Auch die Mittelschule Anger bei Weiz ist dabei. Die Klassen führen ein Online-Tagebuch und berichten dort über ihre Erfahrungen. Für viele ist es eine große Herausforderung. Denn bei Jugendlichen gehört das Smartphone zum Alltag. Manche verbringen mehrere Stunden pro Tag am Handy – teilweise sogar bis zu zehn Stunden.
Das Projekt wird vom ORF im Rahmen einer DOK1-Reportage begleitet. Gleichzeitig läuft eine wissenschaftliche Studie. Sie untersucht, wie sich eine digitale Pause auf Schlaf, Stimmung und das Wohlbefinden auswirkt.
Warum machen die Schüler mit? Die Teilnahme ist freiwillig. Trotzdem haben sich viele Jugendliche in Anger bewusst dafür entschieden. Mehrere Gründe haben sie überzeugt.
1. Weniger Stress durch Social Media
Viele Jugendliche merken, dass soziale Netzwerke Druck erzeugen. Man vergleicht sich ständig mit anderen. Ohne Handy fällt dieser Druck weg. Einige Teilnehmer berichten, dass sie sich ohne Social Media ruhiger und ausgeglichener fühlen.
2. Mehr Zeit für echte Begegnungen
Ohne Smartphone bleibt plötzlich Zeit für andere Dinge: Gespräche, Spiele oder gemeinsame Aktivitäten. Genau das ist ein Ziel des Experiments. Jugendliche sollen wieder mehr Zeit miteinander verbringen – statt nur online zu kommunizieren.
3. Besserer Schlaf
Das Handy liegt bei vielen Jugendlichen auch nachts neben dem Bett. Nachrichten, Videos oder Social Media stören den Schlaf. Bei früheren Durchgängen des Experiments berichteten Schüler, dass sie ohne Smartphone besser und länger schlafen.
4. Konzentration in der Schule
Lehrer beobachten oft, dass Smartphones ablenken. Ohne Handy können sich Schülerinnen und Schüler besser auf Unterricht und Hausaufgaben konzentrieren.
5. Das eigene Verhalten verstehen
Ein wichtiger Punkt ist auch die Selbstreflexion. Das Experiment soll zeigen, wie stark das Smartphone den Alltag bestimmt. Viele Jugendliche wollen herausfinden, ob sie vielleicht schon zu abhängig vom Handy sind.
Neue Ideen statt Bildschirm
Damit die drei Wochen leichter fallen, überlegen sich die Schulen viele Alternativen. Manche Klassen schreiben Postkarten, spielen gemeinsam oder organisieren besondere Aktionen.
Auch in Anger bei Weiz entstehen neue Ideen für die handyfreie Zeit. Die Schülerinnen und Schüler halten ihre Erfahrungen in einem digitalen Tagebuch fest – ironischerweise natürlich ohne Smartphone, sondern am Computer im Unterricht.
Das Ziel des Experiments ist nicht, das Handy für immer zu verbannen. Vielmehr sollen Jugendliche lernen, bewusster damit umzugehen. Viele merken schon nach wenigen Tagen: Ohne ständiges Scrollen bleibt plötzlich mehr Zeit für das echte Leben.
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Nun hat jeder die Möglichkeit, sich sein eigenes Urteil über die dargebotene Informationen zu bilden.







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