Olympia 2026 in Cortina d'Ampezzo
Nur wenige sind olympiareif
Die Athleten bereiten sich Monate, manche auch länger, auf dieses eine Großereignis vor. Drei Mal hat bei den Spielen in Cortina d’Ampezzo/Milano bereits die rot-weiß-rote Fahne bei der Siegerehrung mit dem Abspielen der Bundeshymne ganz oben geweht. Als Zuseher freuen wir uns mit den erfolgreichen Sportlern.
Leider, dieses Gefühl von akribischer Vorbereitung, inhaltlich, aber vor allem, was ihre Eignung für die Moderation betrifft, hat man bei den ORF-Kommentatoren – ob Männer oder Frauen – nur ganz selten.
Es ist schon klar, dass ein Skispringen, Slalom, Langlauf, Biathlon stets die gleiche Abwicklungsstruktur haben wird. Abgesehen von den Gewinnern. Das weiß jeder TV-Sportfan. Aber offensichtlich ist das der Mehrheit der TV-Sprecher nicht bewusst. Trotz jahrelanger Erfahrung. Wenige moderieren olympiareif. Bis zu ihnen ist das erste Gebot von TV-Moderation noch nicht durchgedrungen. Dass die Zuseher an den Schirmen nicht blind sind. Für diese Menschen mit Handicap gibt es zum Glück einen eigenen Sendekanal. Daher: Weniger wäre mehr!
Ehrlich gestand das Marlis Schild bei Barbara Stöckl. Sie höre auf die Worte eines Könners, der ihr geraten hat, vergangene Sendungen noch einmal anzuhören, um besser zu werden und nicht zu viel dahin zu quasseln. Wie Wiederholungen im Berufsleben ja auch das Ziel haben, es künftig besser zu machen.
Eine solche Selbsterkenntnis oder auch dienstliche „Vorgabe“ kennt der Großteil der ORF-Sportkommentatoren offensichtlich nicht, hat also noch nie was davon gehört.
Die teils peinlichen, unangebrachten Hoppalas, verbalen Ausrutscher, unverständlichen Aussagen, das Schwadronieren aus der Sorge, zu wenig ins Mikrofon zu plappern, würden ein Abendprogramm für Faschingssendungen sein. Wobei niemand auf der Couch im Wohnzimmer oder sonst wo bühnendeutsch von den Herrschaften erwartet, sondern lediglich verständliche Umgangssprache – durchaus mit dem jeweiligen Akzent.
Nur einige Hörbilder zum Weghören
Technische Expertisen:
„Fohrt auf bade Ski“
„Scheiß di nix, losn anfoch lafn“
„I sah-ch-art kan Fehla“
„Nur Vollgas“
„Die Körperspannung und Haltung ist bei ihr viel besser als bei der Dame (es geht nicht um Schach!) vor ihr“
„Der Bursche hot Schmolz ohne Ende“
„Sie fohrt gaunz eng zu die Tore hin“
Psychologische Expertisen:
„Sie fohrt mutig und couragiert“
„Lassen Sie uns teilhaben an Ihrem Lauf, Ihren Gedanken, Gefühlen und Emotionen“ (auch auf Englisch im Interview)
Nicht steigerungsfähig ist die Frage: „Wie wichtig ist dieser Sieg für Sie und fürs Selbstbewusstsein?“
Sportler genervt: „Weiter! Die nächste dumme Frage."






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